Großer Verfallstermin: Viel Lärm um nichts

Mit Spannung wurde der Hexensabatt erwartet. Was passiert mit den Kursen? In welche Richtung werden sie kurz vor Abrechnung noch gedrückt? (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Mit Spannung wurde heute der Hexensabatt erwartet. Was geschieht mit den Kursen? In welche Richtung werden sie kurz vor der Abrechnung noch gedrückt?

Das Ende vom Lied: Ein relativ müder Freitag.

Scheinbar haben die meisten Trader das gute Wetter genutzt und den Verfallstermin ignoriert oder waren vorher schon aus dem Markt heraus.

Der DAX bekommt Kopfschmerzen

Wie oft will sich der Deutsche Aktienindex noch den Kopf anstoßen?

Im Tageschart sehen Sie deutlich, wie die Versuche im Laufe des Tages zwar über 12.824 hinausschießen, am Ende erfolgt dann aber immer wieder ein schneller Abverkauf.

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Der höchste Tagesschlusskurs wurde am 2. Juni erzielt. Das ist schon 2 Wochen her! Seitdem hat der DAX es intraday einmal geschafft darüber zu notieren. Doch das war es dann auch schon wieder.

Momentan ist einfach der Deckel drauf. Das bedeutet wiederum für Sie als Trader:

Erst wenn der Tagesschlusskurs im DAX jenseits der 12.824 Punkte liegt, können Sie sich ein Long-Investment überlegen. Bis dahin ist es ratsamer jeden Ausbruch zu verkaufen.

Wir müssen die nächsten zwei Wochen abwarten, ob der DAX Ende Juni noch einmal den Turbo zündet und vielleicht sogar die 12.900 nachhaltig knackt.

Doch selbst wenn: Das sind nur rund 175 Punkte zum aktuellen Stand – also nicht weltbewegend.

Insofern ist es derzeit sinnvoller an der Seitenlinie zu stehen oder zu halten, anstatt neues Geld in den Aktienmarkt zu pumpen.

Das sehen offensichtlich auch die großen Fonds so, denn sonst wäre mehr Bewegung im Markt.

Ausgetrickst: Deutlicher Aufwärtstrend im DAX

Papier ist geduldig – aber das Internet auch. Je nach persönlicher Tendenz können die Analysten aktuell in beide Richtungen schreiben.

Zwar ist der Tageschart deutlich aussagekräftiger als der Stunden-Chart, einfach weil weiter herausgezoomt immer das ganze Bild gezeigt wird.

Dennoch könnten Sie auch Nachrichten lesen, die den DAX weiter nach oben schreiben.

Unten sehen Sie den Tageschart des DAX und eine von mir eingezeichnete Trendlinie, die sich im Stundenchart abbildet.

Daraus geht hervor, wie stark der DAX ist, weil er immer höhere Hochs erreicht.

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Sieht doch gar nicht schlecht aus, oder? Der Haken daran ist der schnelle Abverkauf nach diesen Hochs.

Und die Tatsache, dass diese im Tageschart zwar intraday erreicht wurden, aber eben nicht am Ende.

Als Anleger können Sie daraus schließen, dass die Tendenz offenbar da ist, den DAX nach oben zu pushen, aber die breite Masse nicht daran glaubt.

Was Sie jedoch auch im Hinterkopf behalten sollten:

Vor dem heutigen Verfallstag positionieren sich die Institutionen rechtzeitig und nicht erst 5 Min. vor der Abrechnung. Somit sind sprungartige Steigungen durchaus üblich.

Genau deshalb sollte ein Chart vor dem 3-fachen Verfallstag nicht allzu ernst genommen oder vielmehr nicht zu detailliert betrachtet werden.

Da stecken einfach zu viele Bewegungen drinnen, die zu „normalen“ Börsenzeiten fehlen.

Der Blick in die Ferne

Gerade als Options-Händler schauen Sie sich nicht den Minuten-Chart an. Sie investieren über mehrere Wochen und gerne auch einmal Monate.

Was interessiert Sie da ein eventueller Trend im 1-Stunden-Chart? Sie wahren den Blick auf das Große und Ganze.

Somit können Sie auch geschickt das turbulente Grundrauschen des Alltags ausblenden und besonnen investieren. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern vielmehr noch die Nerven.

In der Ruhe liegt die Kraft. Nutzen Sie Ihre Lebenserfahrung auch für die Börse! Hektisch getroffene Entscheidungen sind selten die besten.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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