Ford: Gut für Kunden, besser für Anleger?

Preiswerte Produkte ziehen Kunden an. Es muss nicht immer Premium sein. Doch rechnet sich das auch für (Ford-)Investoren? (Foto: Ravil Sayfullin / Shutterstock.com)

Regiert bei Ihnen her der Bauch oder der Kopf?

Die allermeisten Anleger werden sicher dem Kopf den Vorzug geben und sich selbst als rational einschätzen.

Zunächst ein kurzer Blick auf deutsche Straßen

Doch sind wir wirklich immer so vernunftgesteuert? Beim Blick auf die deutschen Straßen können einem manchmal Zweifel aufkommen.

Zwar ist ein gutes Auto mit Komfort, Sicherheit und etwas Fahrspaß durchaus vernünftig.

Doch sind auf unseren Autobahnen manchmal schon Fahrzeuge unterwegs, die jeden vernünftigen Rahmen sprengen:

  • Motoren mit mehr als 300 PS,
  • Sportbremsanlagen
  • und teure Abgas-Systeme.

Vernünftig mag das im Rennsport sein, aber auf der Straße!?

Einen gänzlich anderen Weg geht Ford: Der Autobauer steht für solide Qualität zum kleinen Preis.

Inzwischen sind bei Ford sogar die Zeiten, in denen graues Plastik die Innenräume dominiert hat, vorbei.

Wer mit dem Kopf entscheidet, findet bei Modellen von Ford gute Möglichkeiten.

Droht Ford eine Rabattschlacht?

Ford ist einer der ältesten Autobauer der Welt.

Der US-Automobil-Hersteller produziert neben PKW auch Landmaschinen, LKW und Geländewagen und bietet ergänzende Produkte und Dienstleistungen rund um das Auto an.

Die Markenpalette umfasst Ford, Lincoln, Mercury und Mazda. Die Luxusmarken Jaguar und Land Rover sowie Volvo wurden verkauft.

Ford hat ein schwaches 1. Quartal hinter sich: Der Umsatz stieg zwar um 3,8%, der Gewinn brach jedoch um 35% ein.

Belastet haben hohe Investitionen in die Zukunft, Kosten für Rückruf-Aktionen sowie negative Wechselkurs-Effekte. Der Absatz sank ebenfalls um 1% auf 1,7 Mio. Fahrzeuge.

Lediglich in Südamerika und Europa – speziell in Deutschland – hat Ford mehr Autos verkauft.

Entsprechend investiert der Konzern jetzt 600 Mio. € in den Standort Saarlouis, wo der erfolgreiche Focus hergestellt wird.

Der profitabelste Absatzmarkt war aber Nordamerika, obwohl das Vorsteuer-Ergebnis von 3,1 auf 2 Mrd. $ zurückging.

Der Negativtrend dürfte sich fortsetzen, denn der Absatz der Pick-ups der F-Serie stagniert.

Und in der margenschwächeren Kompakt-Klasse wird der Konkurrenzkampf immer härter. Ford wird mit Rabatten reagieren müssen, was wiederum auf die Gewinnspannen drückt.

Die Dividende ist in Ordnung, doch reicht das?

Rund 4,5 Mrd. $ kostet daneben die Entwicklung alternativer Antriebs-Technologien.

Bis 2020 will man 13 neue Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb auf den Markt bringen. Zudem will Ford ab 2021 vollkommen autonom fahrende Autos in Serie produzieren.

Um das Ziel zu erreichen, hat der Konzern für 1 Mrd. $ den US-Spezialisten für künstliche Intelligenz Argo AI übernommen.

Mit geplanten Einsparungen von 3 Mrd. $ können die Investitionen in die Zukunft aber nur teilweise kompensiert werden.

Dennoch will der Konzern das Gesamtjahr mit einem bereinigten Vorsteuer-Ergebnis von 9 Mrd. $ abschließen. Tatsächlich dürften es nur gut 8 Mrd. $ werden.

Aktuell spricht nur die Dividendenrendite für Ford.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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