Gute Renditen in deutschen Wohnmärkten möglich

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Ohne höheres Risiko als im Westen, sind in ausgewählten ostdeutschen Mittelstädten attraktive Renditen von bis zu 12% erzielbar. (Foto: kurhan / Shutterstock.com)

Laut TAGs neuem Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland sind in ausgewählten ostdeutschen Mittelstädten attraktive Renditen von bis zu 12% erzielbar, während sich die Risiken auf einem „oftmals ähnlichen Niveau wie in westdeutschen Mittel- oder Großstädten“ bewegen.

Demnach sei es aktuell nicht risikoreicher in Rostock zu investieren als in Düsseldorf. Das Investitionsrisiko am Magdeburger Wohnungsmarkt sei vergleichbar mit dem in Bremen oder Münster. Die positive Einschätzung spiegelt sich in den Fundamentaldaten wider. Das zeigt der Blick auf Mieten, Kaufpreise, Einkommen und Arbeitsmarkt. In Schwerin, Nauen und Görlitz ist die Bevölkerung von 2014 bis 2016 mit einem Plus von 3 bis 4% stärker gewachsen als in Dresden (+ 2%) oder Berlin (+ 3%).

Parallel legte die Zahl der Haushalte in Freiberg, Görlitz, Merseburg, Halle, Greifswald und Schwerin zwischen 5 und 9% zu. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der Haushalte in Berlin und Dresden nur um 3 bzw. 4%. Zugleich sind die Arbeitslosenzahlen deutlich gesunken. Döbeln, Freiberg, Potsdam, Jena, Nauen und Eberswalde weisen mit weniger als 6% die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Ostdeutschland aus. Diese Faktoren haben das Einkommensniveau sowie die Nachfrage nach Wohnraum steigen lassen.

TAG setzt weiter auf Ostimmobilien

TAG Immobilien überzeugte mit guten Quartalszahlen. Die Strategie des Unternehmens, Immobilien in hochpreisigen Märkten zu verkaufen und die freiwerdenden Mittel in Regionen mit Entwicklungspotenzial zu investieren, geht voll auf. Investoren können damit trotz steigender Immobilienpreise auf einen Erhalt oder Ausbau der Kapitalrendite bauen. Gleichzeitig schüttet TAG großzügig Dividenden aus und bietet eine attraktive Dividendenrendite, die sich in den kommenden Jahren voraussichtlich erhöhen wird. Wir haben unsere Schätzungen angehoben.

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Vonovia treibt den Neubau voran

Vonovia plant mit anhaltend hohen Investitionen in den Neubau. Von Januar bis September 2018 investierte das Unternehmen über 650 Mio. € in Modernisierungen und Neubau. Dem stand ein operatives Ergebnis von 778 Mio. € gegenüber. Bis zum Jahresende 2018 plante das Unternehmen mit der Fertigstellung von zusätzlichen rund 600 Wohnungen; mit weiteren rund 1.000 Wohnungen wurde begonnen.

Auch in den altersgerechten Umbau von Wohnungen investiert das Unternehmen. „Damit unterstützen wir den Trend hin zu kleineren und marktgerechten Wohnungen und realisieren das, was die Gesellschaft am dringendsten braucht, um die Wohnungsknappheit in den Städten zu lindern“, heißt es dazu vom Vorstand. In diesem Jahr möchte Vonovia das Neubauvolumen auf bis zu 2.900 Wohnungen erhöhen.

Onlinehandel boomt, Einkaufszentren müssen sich neu aufstellen

Jahr für Jahr verzeichnet der Onlinehandel neue Rekordumsätze, so auch 2018. Amazon berichtete von dem erfolgreichsten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten. Wovon aber eher selten in den Nachrichten berichtet wird: Die Besucherzahl von traditionellen Einkaufszentren nimmt ebenfalls zu. Auch URW als der größte Anbieter von Gewerbeimmobilien meldete eine steigende Besucherzahl und ein solides Umsatzwachstum der URW-Mieter.

Dennoch: Aufgrund der zunehmenden Marktmacht des Onlinehandels muss sich die Branche neu aufstellen. Daher setzen URW, aber auch die Deutsche EuroShop auf den Erlebniseinkauf. Dieses Erlebnis versuchen die Immobilienunternehmen durch einen Mix aus Gastronomie-, Service- und herkömmlichen Einzelhandelsgeschäften zu erreichen.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.