Guthaben der Deutschen: 8 Billionen Euro

„Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer“, mit diesem eher hämischen Spruch lässt sich die Staatsverschuldung leider treffend kommentieren. Börsen-Profi Rainer Heißmann zeigt, warum das so ist. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die Deutschen verfügen über ein Nettovermögen (staatliches und privates Gesamtvermögen abzüglich aller Schulden) von 8.000.000.000.000 Euro (8 Billionen Euro). Dazu weiter unten mehr.

Staatliche Schulden explodieren

Trotzdem ist die Schuldenkrise ist in aller Munde. Sicher auch zu Recht, wie ein Blick auf die Schuldenuhr Deutschlands zeigt. Mit 1,7 Billionen Euro beträgt der Schuldenstand zum Jahresende 2010 circa 75,5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Zum Vergleich: Ende 2007 waren es „nur“ rund 65% des BIP.

Staatliches Vermögen schrumpft gegen null

Erschwerend kommt hinzu, dass das staatliche Nettovermögen (staatliche Vermögenswerte abzüglich staatlicher Schulden) in den letzten 20 Jahren von 52% bis Ende 2009 auf 6% des BIP geschrumpft ist. Das bedeutet: Das Staatsvermögen (und das ist Ihres und meins) hat sich drastisch vermindert und läuft Richtung null.

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„Öffentliche Armut, privater Reichtum“

In einer aktuellen Studie zur Schuldendiskussion in Deutschland kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin zum dem Fazit: „Öffentliche Armut, privater Reichtum“. Eine sehr beachtliche Aussage von einem sicher nicht wirtschaftsfeindlichen Institut. Das ist der Grund für diese Aussage:

Private Vermögen steigen stark an

Oben habe ich geschrieben, dass das staatliche Nettovermögen von 52% des BIP auf 6% des BIP geschrumpft ist. Im selben Zeitraum ist das private Nettovermögen doppelt so schnell gewachsen wie das BIP. Während Deutschland die Schuldenlast kaum noch schultern kann, ist das private Nettovermögen auf fantastische 9,7 Billionen Euro angestiegen.

So wird Deutschland seine Schulden los

Stellt man die Staatsschulden von 1,7 Billionen Euro dem privaten Vermögen von 9,7 Billionen Euro gegenüber und bilanziert, bleibt als Ergebnis: Deutschland hat ein Guthaben von 8 Billionen Euro. Vereinfacht? Sicherlich. Und doch gilt:

Der Staat sind wir, der Staat ist nichts Abstraktes. Der Staat ist der „einfache Bürger“, egal ob er über 2.000 Euro monatlich verfügt, 5 Millionen Euro Guthaben hat oder zu „denen“ gehört, die maßgebliche Anteile am privaten Vermögen von 9,7 Billionen Euro halten. Also, „alles in einen Topf gepackt“, haben „wir“ 8 Billionen Euro Guthaben. Da diese Bilanz praktisch nicht durchführbar ist, gilt aber:

Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer

Der Zusammenhang ist offenkundig: Die Staatsschulden steigen. Das Nettovermögen der Staates schrumpft. Die privaten Vermögen steigen doppelt so schnell wie das BIP. Also fließt das Geld in eine Richtung: Vom Staat (dass ist also Ihr Geld und meines) in die Taschen der Vermögenden.

Vermögen einmalig belasten

Interessant ist der Schluss der Studie. Das sicherlich politisch nicht links stehenden DIW schlägt vor, die Vermögen einmalig zu belasten, Zitat:

„Man könnte die höheren Einkommen und Vermögen belasten, die in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zugenommen haben. … Angesichts der beachtlichen und stark konzentrierten Vermögensbestände privater Haushalte könnten hier schon geringe Steuersätze ein höheres Aufkommen erzielen, selbst wenn man höhere persönliche Freibeträge gewährt.“

Um eine mögliche Neid-Debatte garnicht aufkommen zulassen: Ich kann mir vorstellen, dass die persönliche Freigrenze bei vielen Millionen Euro liegt. Wenn es dann für Vermögen darüber hinaus eine einmalige Belastung gäbe, wäre das sicher zu verschmerzen. Warren Buffett und Bill Gates sowie etliche andere Milliardäre machen es vor, indem sie derzeit große Anteile ihres persönlichen Vermögens verschenken.

Schuldenfreies Deutschland – und die Konjunktur explodiert

Stellen Sie sich vor: Die derzeit vom Staat zu zahlende Zinslast würde vollständig wegfallen. Diese Gelder kämen der Bevölkerung zugute. Staatliche Programme könnten so richtig Schwung in die Wirtschaft bringen. Es gäbe eine echte Vollbeschäftigung. Der Konsum würde wirklich steigen. Die Gewinne der Unternehmen sprudeln. Und die durch Steuern einmalig belasteten Superreichen hätten ihr Geld vielleicht innerhalb kürzester Zeit zurück. Nun ja: Man wird ja noch mal träumen dürfen . . .

Sichern Sie Ihr Geld, bevor es auch „nach oben“ fließt

Bevor es zu dem Vorschlag des DIW kommt, wird wohl eher das berühmte Kamel durch das ebenso berühmte Nadelöhr gehen. Also gilt: Sichern Sie Ihr Geld. Legen Sie es so an, dass der Staat es Ihnen nicht aus der Tasche zieht und es nicht in die prall gefüllten Taschen der Super-Vermögenden fließt. Eine sehr gute Möglichkeit dazu, sind Optionen und der Optionen-Profi.

Zum guten Schluss: Heute vor 188 Jahren, also am 27.12.1822, kam der französische Chemiker und Biologe Louis Pasteur zur Welt. Er sagte:

„Das Glück bevorzugt den, der vorbereitet ist.“

Ich bemühe mich, durch meine Zeilen dazu beizutragen, dass „das Glück an der Börse“ (auch das gehört ein Stück dazu) Sie bevorzugt. In der Hoffnung, dass das gelingt, sende ich Ihnen beste Grüße und wünsche Ihnen, dass Sie auf das Glück vorbereitet sind.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

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Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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