Haben Sie es mitbekommen?

Der DAX rast auf die 0 Punkte zu!

Nach 3 Tagen mit kleineren Verlusten in Folge haben die Börsen-Analysten den Bleistift gespitzt. Es gilt Panik zu verbreiten, weil die Kurse sofort in den Keller rauschen könnten.

Am 26. Januar, also am vergangenen Donnerstag, wurde das bisherige Jahreshoch erreicht bei knapp 11.900 Punkten.

Und jetzt hat sich der DAX tatsächlich erdreistet und ist 3 Tage in Folge nicht angestiegen! Besorgte Anleger, wohin man sieht? – Eigentlich nicht.

Aber die Börsen-Nachrichten müssen mit Meldungen gefüllt werden und da bleibt dem Analysten wenig Spielraum.

Um das alles in Relation zu sehen: Der DAX ist seit Donnerstag um 200 Punkte gefallen – in fast 4 Handelstagen.

Die gute alte Zeit

Erinnern Sie sich noch, als 200 Punkte im DAX pro Tag eine ganz normale Bewegung waren?

Es gab auch schon Zeiten, da waren 200 Punkte Veränderung im DAX wenig. Da stellten die Analysten die Frage, ob jetzt ein Stillstand an der Börse eintritt.

Ja, eine leichte Erholung im DAX ist möglich. Das haben wir sicherlich oft genug betont. Stichwort: Kurslücke bei 10.800 Punkten.

Doch das bedeutet nicht, dass Sie sofort alle Positionen verkaufen müssen.

Die Idee hinter dieser Gegenbewegung ist ein erneutes Ansteigen des DAX, also runter bis 10.800 und dann wieder hoch und höher als 11.900.

Das wäre zumindest ein mögliches Szenario.

In welchem Zeitraum das geschieht, ist schwer vorherzusagen und für die meisten Anleger auch gar nicht so wichtig.

Solange Sie in die richtigen Werte investiert haben, sollten Sie auch morgen noch gut schlafen können.

Ab wann dürfen Sie in Panik geraten?

Wenn die 10.800 nach unten durchbrochen wurden? Oder erst unter 10.000 Punkten? – Zugegeben: Die 10.000er-Marke wäre ein definitives Warnsignal, dass der DAX abrutscht.

Davor gibt es aber zahlreiche Widerstands-Zonen, die zuerst überwunden werden müssten. Insofern hat der DAX ein sehr solides Polster.

Gerade der Bereich zwischen 10.200 und 10.800 war im vergangenen Jahr hart um kämpft.

Das bedeutet im Umkehrschluss meist, dass dieser Bereich nicht einfach übersprungen wird – einfach weil viele Marktteilnehmer dort investiert sind oder die Meinung haben, dass die Punkte dazwischen eine Bedeutung haben.

Sie dürfen gerne andere Meinung sein. Das interessiert den Markt nur nicht. Insofern ist es nützlich derartige Bereiche im Hinterkopf zu behalten.

Aktuell läuft übrigens die 200-Tage-Linie bei gut 10.540 Punkten. Diese wird i. d. R. auch nicht so einfach durchbrochen.

So ist der DAX zwischen Sommer 2012 und Herbst 2014 an dieser Durchschnitts-Linie immer wieder nach oben abgeprallt.

Wir verraten Ihnen, wie sich die Kurse entwickeln können, damit Sie Ihre eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen können.

31. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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