Haben Sie Mut zu Visionen!

Manche bezeichnen es als „Visionen“. Ich nenne es: Charttechnik!

Was ich damit meine: Eine Idee zu haben, wohin sich die Aktienmärkte LANGFRISTIG bewegen können. Und das ist viel einfacher, wenn Sie mit der Charttechnik vertraut sind.

Dazu ein Beispiel: Falls Sie schon am 21. Mai 2013 Leser von Chartanalyse-Trends waren, dann kennen Sie meine „Vision“, die ich Ihnen damals präsentierte:

Meine „Vision“ von Mai 2013

„Dow Jones: Kursziel 17.900 bis April 2014

Dem einen oder anderen Investor mag es noch nicht so richtig bewusst sein: Die Aktienmärkte ‚stoßen in Dimensionen vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat‘ (um es mit dem wohlbekannten Zitat aus der Science Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ zu sagen).

Was Sie derzeit erleben dürfen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Eintritt in ein neues Aktien-Zeitalter. Es sollte Sie mit Stolz erfüllen, an einer solchen Entwicklung – bewusst – von Beginn an teilnehmen zu können.

Ich selbst habe einen solchen Aufbruch schon einmal in meiner mehr als 3 Jahrzehnte umfassenden Börsenkarriere miterleben dürfen. Leider hatte ich seinerzeit keinen Mentor, der mir genau das bewusst gemacht hat.“

Charttechnik machte diese Prognose möglich

Wie heißt es so schön? „Bilder sagen mehr als Worte.“ Also schauen wir doch einmal auf den Chart, den ich Ihnen am 21. Mai 2013 bei einem Dow Jones-Stand von 15.335 Punkten präsentierte:

dow jones grafik 1_30-03-2017

Mein langfristiges Dow Jones-Kursziel von Mai 2013: Mindestens 20.000 Punkte

Und hier die Analyse dazu, die ich vor knapp 4 Jahren an Sie weiter gab:

„Im Chart finden Sie (links unten) das knapp 7 Jahre umfassende Ende einer Seitwärts-Bewegung blau unterlegt, die tatsächlich bereits im Jahr 1958 begann! … Der Dow Jones bewegte sich also tatsächlich 24 Jahre lang (!) in dieser Handelsspanne von gut 500 Punkten (500 bis 1.000).

Blick zurück nach vorn

Wenn Sie nun im Chart nach rechts oben schauen, dann hat sich der US-Leitindex in den vergangenen 16 Jahren ebenfalls letztlich seitwärts bewegt. Die Handelsspanne reichte in dieser Zeit von rund 7.000 (Ausnahme im Jahr 2008: knapp 6.500) bis knapp 14.200 Punkten (interessanterweise erneut gut 100% von den Tiefs zum Hoch).

Wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen kann, macht der von mir eingezeichnete Trend-Kanal sichtbar: 20.000 Zähler in den vor uns liegenden Jahren sind durchaus keine Utopie, sondern eher noch konservativ.

Vergessen Sie nicht: In den 17 Jahren ab 1982 hat sich der Dow Jones im Wert mal eben ver-elf-facht!“

Meine Prognose aus 2013 wurde bereits „übererfüllt“

Ergänzen wir nun den Chart um die Entwicklung der vergangenen 46 Monate:

dow jones grafik 2_30-03-2017

Dow Jones: 20.000 Punkte sind inzwischen schon Geschichte

Wir können festhalten: Mein Kursziel von 17.900 bis April 2014 war etwas zu optimistisch. Mit 16.631 Punkten blieb der Dow Jones knapp 1.300 Zähler darunter, aber notierte 12 Monate später immerhin auch +1.300 Punkte bzw. +8,5% höher.

Dafür erwies sich die Aussage „Kursziel 20.000 in den kommenden Jahren eher konservativ“ als zutreffend: Wie Sie an der Legende links in der Grafik ablesen können, schraubte der Dow Jones in diesem Monat seine Bestmarke auf 21.169 Punkte.

Fazit & Empfehlung

Ich schreibe Ihnen das alles nicht, um mir damit selbst auf die Schulter zu klopfen. Vielmehr möchte ich Sie mit dieser Reise in die Vergangenheit dazu ermuntern, für sich selbst Visionen zuzulassen.

Wenn Sie an der Börse dauerhaft und langfristig erfolgreich sein möchten, dann sollten Sie auch mal über den berühmten Tellerrand hinausschauen: Ich kenne kein Werkzeug, das dafür besser geeignet ist, als die Charttechnik!

Allein die Tatsache, dass eine Aktie oder ein Index neue Allzeithochs erreicht, führt in aller Regel zu weiteren Kurssteigerungen. Nichts anderes habe ich bei meiner Prognose vor 4 Jahren berücksichtigt und in den historischen Zusammenhang eingeordnet.

Lassen Sie doch einmal die Negativ-Ereignisse der vergangenen 4 Jahre Revue passieren:

Bürgerkrieg in Syrien, Militärputsch in Ägypten, Euro-Krise in der Euro-Zone mit Austritt Irlands, Ukraine-Krise, zunehmende Anschläge der Organisation Islamischer Staat, Flüchtlingskrise, Terroranschläge in Europa, Brexit-Referendum, Trump wird zum US-Präsidenten gewählt.

(Den letzten Punkt habe ich aufgeführt, weil die Medien Ihnen Trump als „Unglück“ suggerierten.)

Hand aufs Herz: Wenn man Ihnen im Mai 2013 gesagt hätte, dass alle diese Ereignisse in den nächsten Jahren auf Sie zukommen werden – hätten Sie dann an eine Aktienmarkt-Hausse geglaubt? Wohl kaum.

Fakt ist: Der Dow Jones notiert im Jahr 2017 satte +38% höher als im Mai 2013! Und wenn Sie nun noch einmal auf den zweiten Chart schauen, dann bekommen Sie eine Vorstellung davon, was in den nächsten Jahren noch möglich ist.

Daran ändert auch die von mir für die kommenden Wochen erwartete Korrektur nichts. In ein paar Jahren ist auch das nur ein kaum zu erkennender Knick in der Kurskurve.

30. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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