Hamborner REIT: Höhere Prognose nach gutem 1. Halbjahr

Der Immobilien-Spezialist Hamborner REIT blickt auf ein starkes 1. Halbjahr 2017 zurück und ist auch zuversichtlich für die 2. Jahreshälfte. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle über den Büroimmobilien-Spezialisten Alstria Office berichtet.

Der trumpfte kürzlich mit guten Zahlen auf und hob zudem seine eigene Prognose für das laufende Jahr an.

Heute lernen Sie mit Hamborner REIT ein weiteres deutsches Immobilien-Unternehmen kennen, das kürzlich gute Zahlen und eine höhere Prognose vorgelegt hat.

Hamborner REIT: Das steckt dahinter

Hamborner wurde im Jahr 1953 gegründet und hat seinen Sitz in Duisburg.

Der Konzern ist eine börsennotierte AG, die heute ausschließlich im Immobilien-Sektor tätig ist und sich als Bestandshalter für renditestarke Gewerbe-Immobilien versteht.

Man verfügt als Basis nachhaltiger Miet-Erträge über ein bundesweit gestreutes substanzstarkes Immobilien-Portfolio.

Den Schwerpunkt des Bestandes bilden Einzelhandelsflächen in zentralen und damit attraktiven Innenstadt-Lagen deutscher Großstädte und Mittelzentren.

Darüber hinaus zählen hoch frequentierte Fachmärkte und profitable Büro- und Ärztehäuser zum Portfolio der Hamborner REIT AG.

Die Duisburger zeichnen sich nach eigenem Bekunden aus durch:

  • ihre langjährige Erfahrung im Immobilien- und Kapitalmarkt,
  • ihre schlanke und transparente Firmenstruktur
  • sowie die besondere Nähe zu den Mietern.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Hamborner blickt auf eine erfolgreiche 1. Jahreshälfte 2017 zurück:

Die Miet- und Pacht-Erlöse beliefen sich in den Monaten Januar – Juni auf 35,8 Mio. € und überstiegen den Vorjahreswert damit um 19,7%.

Der operative Gewinn (FFO = wichtigste Ergebnisgröße in der Immobilien-Branche) ist im 1. Halbjahr überproportional zum Umsatz um 28,1% auf 22,1 Mio. € gestiegen.

Der Netto-Gewinn lag mit 10,9 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Wert des 1. Halbjahres 2016 (8,8 Mio. €).

Ebenfalls erfreulich:

Die Leerstands-Quote befindet sich mit 1,5% weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Der NAV je Aktie (Substanzwert des Immobilien-Vermögens je Aktie) lag zum Halbjahres-Ende bei 9,42.

Damit wurde der zum Ende des 1. Halbjahres 2016 erreichte NAV von 8,93 € je Aktie um rund 5,5% übertroffen.

Hamborner profitierte in den ersten 6 Monaten dieses Jahres u. a. von den nochmals gesunkenen Finanzierungs-Kosten (aufgrund des niedrigen Zinsniveaus).

Höhere Prognose sorgt für mehr Potenzial

Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr hebt das Hamborner-Management die bisherige Gesamtjahres-Prognose zu den Miet- und Pacht-Erlösen sowie den operativen Ergebnissen (FFO) für das Gesamtjahr 2017 an:

Das Unternehmen geht nunmehr davon aus, die Miet- und Pacht-Erlöse um 18 – 20% zu steigern und das operative Ergebnis (FFO) auf rund 44 – 45 Mio. € auszubauen.

Das entspräche einem FFO je Aktie von ca. 0,55 – 0,56 €.

Die angehobene Prognose und die aktuell noch vergleichsweise moderate Bewertung der Hamborner-Aktie sollten für weiteres Kurs-Potenzial sorgen.

Hinzu kommt eine üppige Dividendenrendite, die zuletzt bei rund 4,6% lag.

Falls Sie einen substanzstarken Dividenden-Wert suchen, ist die Hamborner-Aktie einen Blick wert.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.