Handelsstreit hat massive Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte

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Keine Einigung zwischen den USA und China beim Handelsstreit. Das Ringen um eine Lösung hat große Auswirkungen vor allem auf die Edelmetalle. (Foto: rawf8 / shutterstock.com)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Finanzmärkte weiter im Griff. Allerdings ist es nicht einfach, dort den Überblick zu behalten. Geht es nach US-Präsident Donald Trump dann steht eine Einigung immer kurz bevor. Doch tatsächlich hat sich bislang nur wenig getan. Deswegen schauen viele Marktexperten jetzt schon auf kleine Signale und die gibt es wieder zu Beginn der neuen Woche.

So hat Chinas Präsident Xi Jinping erst am Wochenende erklärt, dass er mit seinem Land und den USA ein Phase-1-Abkommen abschließen möchte. Dieses Abkommen soll auf Basis von gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung erreicht werden. Das ist ohne Frage ein positives Signal – was aber auch nicht überbewertet werden darf.

Gleichzeitig wies aber auch der chinesische Präsident darauf hin, dass er keine Angst davor habe, zum Schutz der eigenen Interessen auch bei weiteren Strafmaßnahmen der USA zurückzuschlagen. Immerhin ist die chinesische Führung den USA in einem wichtigen Punkt jetzt schon einmal entgegengekommen. So sollen die Strafen für den Diebstahl geistigen Eigentums verschärft werden.

Edelmetalle schwanken wieder deutlich stärker

Dieser kurze Blick zeigt Ihnen nur: So richtig geregelt ist noch nichts zwischen den USA und China. Und deshalb hat dieses Thema auch noch eine große Auswirkung auf die Entwicklung an den Rohstoff-Märkten. Zuletzt hat sich einmal mehr das folgende Muster gezeigt: Bei Zeichen der Annäherung zwischen USA und China haben zum Beispiel die Preise für Edelmetalle etwas nachgegeben. Wie immer steht der Gedanke dahinter, dass bei einer Einigung ein sicherer Hafen wie Gold als Investment nicht mehr so notwendig ist. Bei negativen Signalen zu dem Thema ist es dann bei den Edelmetallen wieder nach oben gegangen.

Aber diese kurzfristigen Ausschläge an den Märkten sollten Sie auf jeden Fall nicht zu hoch bewerten. Das gilt ganz besonders für ihre Investments bei Edelmetallen. Sicherlich kann man im Bereich Gold und Silber auch kurzfristige Trading-Erfolge erzielen. Doch wenn Sie ernsthaft an Edelmetallen interessiert sind, sollten Sie das Tagesgeschehen gar nicht so sehr beobachten. Dann geht‘s um die langfristigen Trends und die Absicherung ihres Vermögens.

Und dann ist es eigentlich egal, ob der Goldpreis bei 1.450 oder 1.500 USD steht. Dann geht es darum, eben langfristig Ihr Vermögen aktiv abzusichern, indem Sie Gold mit hinein nehmen. Ein kurzer praktischer Hinweis: Wenn Sie planen, physische Edelmetalle mit Bargeld zu erwerben, dann sollten Sie noch in diesem Jahr aktiv werden. Aktuell gilt hier noch eine Einkaufsobergrenze von 10.000 € pro Tag. Die wird dann ab dem kommenden Jahr auf nur noch 2.000 € pro Tag herabgesetzt. Mit der neuen Obergrenze können Sie dann noch nicht einmal mehr zwei Gold Unzen einkaufen, denn der Preis liegt derzeit bei rund 1.340 € für eine Unze Gold.

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Heiko Böhmer
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