Harte Zeiten für die Automobilzulieferer

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Die Zulieferer haben mit der Abkühlung in der Autoindustrie zu kämpfen, und viele mussten empfindliche Einbußen hinnehmen. (Foto: Cassiohabib / shutterstock.com)

Die Autozulieferer haben wie auch die Automobilhersteller derzeit mit der Abkühlung in der Autoindustrie zu kämpfen.

Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China sorgen für ein abflauendes Geschäft im wichtigen chinesischen Markt. Im Oktober belasteten abermals Gewinnwarnungen von Herstellern und Zulieferern die Werte des europäischen Automobilsektors. Auch unsere Zulieferer blieben davon nicht verschont und mussten empfindliche Kurseinbußen hinnehmen. Mit minus 64% seit Anfang des Jahres hat es Leoni hart getroffen. Das Unternehmen versinkt in roten Zahlen.

Und die deutsche Autoindustrie muss sich eingestehen, dass selbst namhafte Unternehmen keine sichere Bank mehr sind. Wenn Leoni jetzt schon die maue Nachfrage als Grund für die Verluste angibt, kann man sich vorstellen wie es wird, wenn aus der Flaute eine vielleicht jahrelange Windstille wird. Zudem erregt Leoni seit Monaten die Gemüter. Weil das Unternehmen ein bekannter Zulieferer ist und kein anderes Unternehmen in Deutschland derzeit so sehr im Visier von Shortsellern steht, die auf einen Absturz der Aktie gewettet haben.

Conti schreibt wegen der Branchenkrise 2,5 Mrd. € ab und rutscht in die roten Zahlen. Der Großteil davon resultiert aus der Neubewertung von Zukäufen vor 2008. Der Konzern rechnet nicht damit, dass sich die weltweite Produktion von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden 5 Jahren wesentlich beleben wird.

Die automobilen Megatrends sind noch intakt

Die automobilen Megatrends sind aber nach wie vor intakt. Herauskristallisiert haben sich vier große Bereiche: Sicherheit, Umwelt, Information und kostengünstige Fahrzeuge. Autonomes und vernetztes Fahren sowie Elektromobilität und Modellvielfalt stellen nach wie vor wichtige Markttrends für Bertrandt dar. Jedoch wird die Automobilbranche im Wesentlichen durch geänderte Anforderungen hinsichtlich Klimaschutz und erhöhtem Mobilitätsbedarf beeinflusst.

Hinzu kommt die Entwicklung neuer Antriebslösungen und Technologien zur weiteren Digitalisierung und Vernetzung, die mit großem Engagement und entsprechenden Investitionen in die Zukunft vorangetrieben werden. Die verzwickte Situation, rückläufige Absätze und damit Restrukturierungs- und Kosteneinsparprogramme und zugleich die Notwendigkeit weiterer Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer Technologien, stellt die Zulieferer vor große Herausforderungen.

Bertrandt passt sich diesen Bedürfnissen an und übernimmt im Entwicklungsprozess immer mehr Verantwortung in allen gefragten Disziplinen. Die zunehmende Überlagerung von Mobilität und IT bietet dem Unternehmen weitere Geschäfts- und Kooperationsfelder. Um diesen Rahmenbedingungen bestmöglich begegnen zu können, investiert Bertrandt gezielt in Infrastruktur und Know-how. Insgesamt ist Bertrandt gut für die Zukunft aufgestellt.

Sixt treibt internationale Expansion voran

Egal wohin Sie fahren, Sixt ist schon da. Die Mobilitätsservices sind jetzt auch im Oman verfügbar. Der führende Mobilitätsdienstleister bietet seinen Kunden vor Ort vielfältige Premium-Services für jeden Bedarf. So können Urlauber mit dem Auto ihrer Wahl die zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Landes besuchen. Geschäftsreisende und Unternehmenskunden wiederum finden im Oman vielfältige Mobilitätslösungen für den kurz- und langfristigen Bedarf. Sixt wird zunächst mit einer Hauptniederlassung am Muscat International Airport sowie an drei weiteren Destinationen im Land vertreten sein. Ein weiterer Ausbau des Stationsnetzes ist geplant.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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