Hartes Kernkapital wird für Banken künftig noch wichtiger

Vor kurzem erst berichteten wir über "Tier 1". Für Banken wird hartes Kernkapital immer wichtiger. (Foto: Vyautas Kielaitis/ shutterstock.com)

Vor kurzem erst berichteten wir an dieser Stelle über „Tier 1“.

Dies ist das Kernkapital, mit dem Banken dank „Basel III“ gegenüber den unsicheren Anlagen (Wertpapiere, Kredite) haften müssen.

Es gibt neue Quoten – bald auch für das „harte“ Kernkapital, Core Tier 1. Hier die Fakten.

„Core Tier 1“: Hartes Kernkapital muss mehr abdecken

Dieses harte Kernkapital besteht bilanziell nur noch aus den gezeichneten Anteilen der Bank (hier also Aktien) sowie den bilanziellen Rücklagen.

Hybride Anleihen oder stille Einlagen rechnen nicht zum harten Kernkapital. Als Investor kann das für Sie zum Vorteil werden – wenn die Bank es sich leisten kann.

Dieses harte Kernkapital wird bezogen auf die Vermögensanlagen „unsichere Wertpapiere und Kredite“. Wenn die Haftungsmasse steigt, kann das für Banken gut sein – oder zu teuer. Wir empfehlen eine Bank zum Investment.

Hartes Kernkapital Frist: bis 2015

Erstaunlich ist, wie schnell jetzt alles gehen soll. Vergleichsweise schnell: bezogen auf sonstige bürokratische Gepflogenheiten. Bis 2015 müssen die Banken diese harte Kernkapitalquote „Core Tier 1“ von 2% auf 4,5% steigern.

Die Deutsche Bank fängt schon an. Die angekündigte Kapitalerhöhung um 9,8 Mrd. Euro geht genau in die ‚Richtung. Diese Aktie wird die neuen Regelnungen einfach übersehen. Wir bleiben bei der Kaufempfehlung.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.