Hat diese Aktie Zukunft?

Tesla gilt als revolutionär. Doch hält die Aktie, was der große Name verspricht? Wir haben für Sie analysiert! (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Wer ein Auto von Tesla sein Eigen nennt, setzt damit auch ein Statement. Keine andere Marke der Welt vereint Nachhaltigkeit und Fahrspaß so sehr, wie Tesla. Auch können Tesla-Fahrer von sich behaupten, offen für Neues zu sein. Über Jahre dominierten wenige große Autokonzerne das Geschehen.

Tesla hat mit neuer Technologie Marktanteile erobert und Gepflogenheiten, wie wir sie von Software kennen, auch die Autobranche ausgeweitet. Beispielsweise gibt es neue Funktionen bei Tesla nicht selten umsonst und per Update. Wie steht es um die Aktie?

Model 3: Viel Hype um (fast) nichts

Tesla Motors wurde 2003 gegründet und hat 2008 als erstes Unternehmen ein Automobil mit einer Batterie aus Lithium-Ionen-Zellen auf den Markt gebracht: den Tesla Roadster, der bis 2012 gebaut wurde. Die aktuelle Angebotspalette umfasst die Limousine Model S und den sportlichen Geländewagen Model X. Tesla notiert seit 2010 an der Börse.  Trotz eines Rekordumsatzes hat Tesla in den ersten 9 Monaten den höchsten Verlust der Konzerngeschichte eingefahren.

Aber auch das Absatzwachstum von 35,5% auf rund 73.200 Fahrzeuge hat nicht überzeugt. Denn die Nachfrage nach dem Model S und Model X ließ nach. Vom Hoffnungsträger Model 3, mit dem Tesla den Massenmarkt erobern will, wurden nur 222 Exemplare verkauft und statt der erhofften 1.500 nur 260 produziert. Tesla sprach von Engpässen bei der Herstellung von Batterien, für die wiederum der Zulieferer Panasonic verantwortlich sei.

Es gebe aber keine fundamentalen Probleme in der Lieferkette oder in den Produktionsprozessen. Wann die Engpässe behoben sind, ließ Tesla offen. Jedenfalls könne das Produktionsziel von 5.000 Exemplaren des Model 3 pro Woche nicht mehr im Dezember, sondern erst ab dem Ende des 1. Quartals 2018 erreicht werden.

Kann Tesla zu den Großen aufschließen?

Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr blieb der Konzern schuldig, der Absatz soll aber um 30% auf 100.000 Fahrzeuge steigen. Zudem gab Tesla Pläne für die Erweiterung der Modellpalette bekannt. Noch im November wird ein elektrisch angetriebener Lkw vorgestellt. 2019 oder 2020 soll dann mit dem Model Y ein Kompaktgeländewagen auf den Markt kommen. Tesla hat enttäuscht.

Trotz hoher Verluste ist die Finanzierung des laufenden Geschäfts aber gesichert. Nach der erfolgreichen Emission einer Anleihe in Höhe von 1,8 Mrd $ betragen die liquiden Mittel aktuell 3,53 Mrd $. Entscheidend wird sein, ob es Tesla gelingt, vom Nischen, zum Massenhersteller zu werden. Erst dann werden die Gewinne sprudeln. Eine starke Marke hat das Unternehmen bereits. Anleger sollten sich aber andere Investments suchen.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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