HeidelbergCement übertrifft die Erwartungen

Der im DAX gelistete und in Heidelberg beheimatete Baustoffkonzern HeidelbergCement hat heute Morgen vorläufige Zahlen für das Schlussquartal und das gesamte Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht.

Im Schlussquartal haben florierende Geschäfte in Asien und den USA für Rückenwind gesorgt und dabei geholfen, die Analystenerwartungen zu übertreffen.

Zudem profitierte HeidelbergCement vom bislang überwiegend milden Winter und der Schwäche des Euro. Wie die Zahlen im Einzelnen ausfielen und mit welchen Belastungsfaktoren der Baustoffkonzern zu kämpfen hatte, erfahren Sie jetzt.

Ein Blick auf die Vorabzahlen

In den Monaten von Oktober bis Ende Dezember 2014 kletterte der Umsatz gemäß vorläufiger Zahlen um 6,4% auf 3,31 Mrd. Euro. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) legte unterproportional um 1,7% auf 625 Mio. Euro zu. Mit diesen Zahlen übertraf der DAX-Konzern – wie bereits erwähnt – die Erwartungen der Analysten.

„2014 war für HeidelbergCement operativ das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise“, sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele. Das Unternehmen berichtet von einer spürbaren Steigerung von Absatz, Umsatz und operativem Ergebnis trotz lang anhaltender negativer Wechselkurseffekte.

Da sich die Wechselkurse (schwacher Euro) seit einiger Zeit zugunsten der exportorientierten Unternehmen gedreht haben, ist von dieser Seite künftig eher Rückenwind zu erwarten. Das zeigte sich zuletzt im 4. Quartal 2014 und wird auch im Ausblick auf 2015 deutlich.

Ausblick auf das Jahr 2015

Für das laufende Jahr 2015 erwartet HeidelbergCement eine Fortsetzung der positiven Entwicklung in Asien und Nordamerika. Aber auch in West- und Nordeuropa rechnet das Unternehmen mit Zuwächsen. Dazu beitragen sollen vor allem Großbritannien und Deutschland. Positive Impulse erwartet man aber auch aus den Benelux-Staaten.

Für zusätzlichen Rückenwind im Jahr 2015 sollten der schwache Euro und das billige Öl sorgen. Zugleich warnte Konzernchef Scheifele jedoch vor wachsenden Schwankungen des wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere in Bezug auf Rohstoffpreise und Wechselkurse.

Zudem verblieben geldpolitische und geopolitische Risiken. Im Fokus stünde deshalb weiterhin, die Schulden abzubauen und die Marge zu verbessern. So will Scheifele den strikten Sparkurs fortsetzen.

Und es gibt noch einen weiteren Belastungsfaktor: Der Osten der Ukraine, der bereits im Jahr 2014 ein Belastungsfaktor war, wird dies wohl auch im laufenden Jahr bleiben. Hier wird weiterhin eine Absatz- und Ergebnisbeeinträchtigung erwartet.

Fazit: Schwacher Euro und billiges Öl beflügeln auch HeidelbergCement

Die 2014er Vorabzahlen – insbesondere die des 4. Quartals – und der 2015er Ausblick von HeidelbergCement zeigen einmal mehr, dass der schwache Euro und das billige Öl die Ergebnisse vieler deutscher Unternehmen zuletzt positiv beeinflussten und weiterhin positiv beeinflussen werden.

Daher werden Sie diesen Effekt im Rahmen der laufenden Bilanzsaison noch häufiger zu sehen und auch zu spüren bekommen. Für Sie als Aktionäre ergeben sich daraus weitere Chancen. Durch die beiden zusätzlichen Gewinntreiber (billiges Öl und schwacher Euro) sind auch DAX-Stände von über 11.000 Punkten für das laufende Jahr denkbar.

10. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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