HELLA-Aktie: Scheinwerfer-Spezialist setzt Aufwärts-Bewegung nach starken Zahlen fort

Folgenden Satz kennen Sie sicherlich: „Jeder siebte deutsche Arbeitsplatz hängt vom Auto ab.“

Über die exakte Berechnung streiten Statistiker zwar schon seit Jahren, aber die Bedeutung der Automobil-Industrie als wichtigster Arbeitgeber des Landes stand immer außer Frage.

Insbesondere deutsche Familien-Unternehmen haben sich in Nischenmärkten breit gemacht und besetzen dort lukrative Positionen, so auch der Hella-Konzern aus Lippstadt.

Spezialist für Lichtsysteme….

HELLA ist ein weltweit führender Automobil-Zulieferer, der sich auf Lichtsysteme und Fahrzeug-Elektronik spezialisiert hat.

Die Lichttechnik bündelt die Aktivitäten für Fahrzeug-Beleuchtung (Scheinwerfer, Heck-, Signal- und Innenbeleuchtung, Lichtelektronik).

Fahrzeug-Elektronikbauteile wie Zentralsteuergeräte, Zugangs-Systeme, Sensoren oder Unterdruck-Pumpen sowie Module für das PKW-Energiemanagement und Fahrerassistenz-Systeme ergänzen den Bereich Lichttechnik.

Für unabhängige Werkstätten bietet die Firma zudem mehr als 40.000 eigene und konzernfremde Teile und Diagnose-Geräte an. Als Großhändler vertreibt man hier mehr als 300.000 PKW-Teile.

….mit marktführender Position

HELLA zählt weltweit zu den größten 4 Zulieferern für Lichtsysteme (Europa: Top1-2). Bei LED-Scheinwerfern ist der Konzern sogar Marktführer.

Im Bereich Elektronik-Bauteile ist er die Nr. 2-3 (weltweit) bzw. die Nr. 1-2 in Europa. Als KFZ-Teilehändler zählt das Unternehmen europaweit zu den Top3.

Die starke Marktposition sichern sich die Lippstädter durch ihre internationale Präsenz und seinen Innovations-Vorsprung.

Modell-Wechsel treibt Ergebnis nach oben

Wie rund es zur Zeit bei HELLA läuft, zeigt Ihnen ein Blick auf die gerade vorgelegten Ergebnisse für das 3. Quartal des Bilanzjahres 2016/17:

Während die Erlöse um 5,5% auf 1,6 Mrd. € nach oben kletterten, schnellte das Vorsteuer-Ergebnis um 17,2% auf 105 Mio. € in die Höhe.

Unter dem Strich blieben für die Anteilseigner des Unternehmens 72,2 Mio. € – und damit 38% mehr als noch im Vorjahres-Zeitraum – übrig.

Der Grund lag in zahlreichen Produktions-Anläufen für neue Modelle von HELLAs Kunden.

Besonders erfreulich liefen auch die Geschäfte im sogenannten Aftermarket – hier vertreibt die Firma Autoteile und Ausrüstung für Werkstätten: Die Sparte steht mittlerweile für gut 1/5 der gesamten Konzern-Umsätze.

Jahres-Prognose wird bestätigt

Nach den guten Ergebnissen für das 3. Quartal bestätigt Firmenchef Rolf Breidenbach seine Prognose für das Gesamtjahr.

So soll sowohl der Umsatz als auch das bereinigte Vorsteuer-Ergebnis im mittleren 1-stelligen Prozentbereich zulegen.

Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahr erzielte HELLA bei einem Umsatz von 6,35 Mrd. € ein Vorsteuer-Ergebnis von 420 Mio. €.

Analysten zeigen sich verhalten

Unterdessen zeigen sich die Analysten verhalten:

Von 21 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten lediglich 12 zum Kauf der Papiere, 7 sehen in dem Titel eine Halteposition und 2 Analysten stufen die Aktie mit „Verkaufen“ ein.

Im Schnitt erwarten die Analysten für die beiden kommenden Jahre ein leicht 2-stelliges Gewinn-Wachstum.

Allerdings impliziert das durchschnittliche Kursziel von 41 € aktuell nur ein minimales Aufwärts-Potenzial von gerade einmal 1%.

10. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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