Hella: MDax-Unternehmen mit gutem Jahresstart

Der mittelständische Autozulieferer Hella hat heute seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017/2018 (bis Ende Mai) vorgelegt.

Das Unternehmen berichtet von einem erfolgreichen Start in das aktuelle Geschäftsjahr und bestätigt im Zuge dessen auch seine eigenen Ziele für 2017/2018.

Trotz der guten Zahlen und der bestätigten, positiven Prognose rutschte die Hella-Aktie heute etwas ab.

Bevor ich gleich zu den aktuellen Zahlen komme, noch einige allgemeine Informationen zum Konzern:

Das steckt hinter Hella

Hella ist ein international tätiger Autozulieferer, der seinen Hauptsitz in Lippstadt hat.

Der Betrieb ist hauptsächlich im Bereich der Lichttechnik und Elektronik für Fahrzeug-Hersteller und andere Zulieferer tätig.

Die Firma wurde 1899 von Sally Windmüller unter dem Namen „Westfälische Metall-Industrie Aktien-Gesellschaft (WMI)“ gegründet.

Der Name Hella wurde erstmals 1908 als Warenzeichen für einen Acetylen-Scheinwerfer verwendet.

1923 übernahm die Lüdenscheider Fabrikanten-Familie Hueck die Aktien-Mehrheit.

Und im Jahr 1986 wurde der Name Hella schließlich in die Firmen-Bezeichnung aufgenommen. Im Jahr 2014 ging das Unternehmen an die Börse.

Derzeit beschäftigt Hella rund 38.000 Mitarbeiter an mehr als 125 Standorten in 35 Ländern.

Man zählt zu den Top 40 der weltweiten Autozulieferer und zu den 100 größten Industrie-Betreiben Deutschlands.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielten die Lippstädter einen Umsatz von rund 6,6 Mrd. €.

Die Zahlen des 1. Quartals 2017/2018

Kommen wir nun zu den aktuellen Zahlen:

  • Hella hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 den Umsatz währungsbereinigt um 5,8% gesteigert.
  • Unter Berücksichtigung von negativen Wechselkurs-Effekten verbesserte sich der Umsatz um 4,9% auf 1,6 Mrd. €.
  • Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) legte um 5,6% auf 125 Mio. € zu.
  • Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 7,6 auf 7,7%.

Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella-Geschäftsführung, kommentierte den Quartalsbericht wie folgt:

„Hella ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. So sind wir im 1. Quartal stärker gewachsen als der weltweite Automobilmarkt.“

Und weiter:

„Ausschlaggebend hierfür sind neben unserer globalen Aufstellung v. a. unsere innovativen Produktlösungen für automobile Markttrends wie autonomes Fahren, Energie-Effizienz und Elektrifizierung.“

Positiver Ausblick bestätigt

Auf Basis der positiven Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung in den Monaten Juni, Juli und August dieses Jahres bestätigte das Management seinen positiven Ausblick.

Demnach erwartet man für das laufende Geschäftsjahr ein währungsbereinigtes Umsatz-Wachstum und ein Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (bereinigtes EBIT) in Höhe von 5 – 10%.

Die bereinigte EBIT-Marge wird weiterhin bei rund 8% erwartet.

Angesichts der guten Kurs-Entwicklung der Hella-Aktie in den vergangenen Monaten und des derzeitigen Bewertungs-Niveaus ist diese derzeit kein klarer Kauf.

Dennoch lohnt es sich aus meiner Sicht, das Papier im Auge zu behalten.

Denn die Produkte und Dienstleistungen, die Hella anbietet, hängen, anders als die vieler anderer Autozulieferer, nicht am Verbrennungs-Motor.


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27. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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