Hella profitiert vom steigenden PKW-Absatz

Auch wenn in den letzten Wochen die Nachrichten der Automobil-Hersteller nicht gerade von Euphorie geprägt waren, gibt es Grund, sich mit diesem Segment näher zu beschäftigen:

Denn die globalen Absatzzahlen der PKWs legen weiter zu. Und da die Technik der Fahrzeuge immer ausgereifter wird, lohnt sich ein Blick zu den Automobil-Zulieferern.

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen in der heutigen Ausgabe die Hella KGaA Hueck & Co näher vorstellen.

Unternehmens-Portrait

Das Unternehmen, das im ostwestfälischen Lippstadt angesiedelt ist, zählt zu den Top 40 der weltweiten Automobil-Zulieferer sowie zu den 100 größten deutschen Industrie-Unternehmen.

  • Weltweit sind rund 30.700 Menschen an mehr als 100 Standorten in über 35 Ländern beschäftigt, wovon mehr als 1/5 im Segment „Forschung und Entwicklung“ tätig ist.
  • Der Hella-Konzern entwickelt und fertigt im Geschäfts-Segment „Automotive“ Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik.
  • Im Segment „Aftermarket“ verfügt der Konzern über eine umfangreiche Handels-Organisation für KFZ-Teile, -Zubehör, Diagnose und Service-Leistungen in Europa.
  • Im „Special Applications“-Segment werden Produkte für Spezial-Fahrzeuge und gänzlich unabhängige Anwendungen, wie Straßen- oder Industrie-Beleuchtung entwickelt.

Abschließend gibt es zahlreiche Joint Ventures, in denen komplette Fahrzeug-Module, Klima-Systeme und Bordnetze entstehen. Seit rund 1 Jahr ist das Unternehmen Mitglied in der 2. Börsenliga, dem MDAX.

Zuletzt starke Geschäfts-Entwicklung

Die Zahlen, die der Konzern zuletzt veröffentlicht hat, können sich sehen lassen:

So stiegen im Geschäftsjahr 2015/16 die Erlöse um knapp 9% auf 6,4 Mrd. €. Das operative Ergebnis kletterte um 7% auf 476 Mio. €. Von einer Krise ist hier wahrlich nichts zu erkennen.

Dies wurde auch beim jüngsten Ausblick deutlich – im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 wird mit weiteren Zuwächsen gerechnet.

Demnach sollen der Umsatz und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im mittleren 1-stelligen Prozentbereich zulegen.

Und erfahrungsgemäß werden diese Prognosen eher konservativ gehalten – ich rechne anlässlich der Quartals-Ergebnisse, die zum Ende des Monats bekannt gegeben werden, mit einer positiven Überraschung.

Da es zuletzt zuversichtliche Signale vom chinesischen Automarkt gab – dieser läuft inzwischen besser als erwartet – dürfte sich dies auch auf die Ergebnis-Entwicklung positiv auswirken.

Und noch etwas spricht für das Segment der Zulieferer:

Das mögliche Ende der globalen Niedrigzins-Phase dürfte so sicherlich manchen Verbraucher dazu bewegen, noch einmal zu investieren – und dies könnte durchaus in ein neues Fahrzeug sein.

Aktie besitzt Potenzial nach oben

Die Hella-Aktie zeigte sich in den vergangenen Monaten in guter Form: Von ihrem Tief Anfang Juli bei 28 € ist sie mittlerweile auf 36 € geklettert. Bei rund 39 € wartet das Jahreshoch.

Gelingt der Sprung darüber, wäre dies ein starkes charttechnisches Kaufsignal. Möglicherweise können die nächsten Quartalszahlen Ende des Monats einen weiteren positiven Impuls dafür liefern.

Von fundamentaler Seite ist die Aktie immer noch recht günstig bewertet. So verfügt sie über ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nicht einmal 15. Auch die Dividendenrendite von rund 2% kann als durchaus positiv bewertet werden.

Es lohnt sich also für Sie, mal einen näheren Blick auf die Aktie von Hella zu werfen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, warten Sie die nächsten Quartalszahlen ab.

14. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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