Hella überzeugt mit vorläufigen Zahlen

Hella: Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/2017 sehen vielversprechend aus. Erfahren Sie im hier vorliegenden Beitrag alle Details: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Vor wenigen Tagen hat der westfälische Automobil-Zulieferer Hella vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/2017 (bis Ende Mai) vorgelegt.

Diese kamen gut an und sorgten dafür, dass sich der Aufwärtstrend der Hella-Aktie fortgesetzt hat.

Bevor ich gleich im Detail darauf eingehe, möchte ich Ihnen den MDax-Konzern, über den ich hier vor fast 3 Jahren zuletzt geschrieben habe, zunächst kurz vorstellen:

Hella im Kurzportrait

Hella ist ein international tätiger Autozulieferer, der seinen Hauptsitz in Lippstadt hat.

Das Unternehmen ist hauptsächlich im Bereich der Lichttechnik und Elektronik für Fahrzeug-Hersteller und andere Zulieferer tätig.

Die Firma wurde 1899 von Sally Windmüller unter dem Namen „Westfälische Metall-Industrie Aktien-Gesellschaft (WMI)“ gegründet.

Der Name Hella wurde erstmals 1908 als Warenzeichen für einen Acetylen-Scheinwerfer verwendet.

1923 übernahm die Lüdenscheider Fabrikanten-Familie Hueck die Aktienmehrheit.

Und im Jahr 1986 wurde der Name Hella schließlich in die Firmen-Bezeichnung aufgenommen. Im Jahr 2014 ging das Unternehmen an die Börse.

Die jüngsten Geschäftszahlen im Überblick

Hella hat seinen profitablen Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2016/2017 weiter fortgesetzt und sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis gesteigert.

Auf Basis vorläufiger Zahlen verbesserte sich der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz um 4,3%.

Unter Berücksichtigung von Wechselkurs-Effekten und der Veräußerung der Geschäfts-Aktivitäten „Industries“ und „Airport Lighting“ erhöhte sich der Umsatz um 3,7% auf rund 6,6 Mrd. € (Vorjahr: 6,4 Mrd. €).

Hella-Chef Dr. Rolf Breidenbach kommentierte das Zahlenwerk wie folgt:

„Insbesondere in der 2. Geschäftsjahres-Hälfte hat sich unser Umsatz-Wachstum durch zahlreiche neue Produktions-Anläufe, wie erwartet, stark beschleunigt.“

„Diese komplexen neuen Produktlinien sind effizient angelaufen, was maßgeblich zu unserem deutlich verbesserten Ergebnis beigetragen hat“, so Breidenbach weiter.

So legte der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 12% auf rund 534 Mio. € zu.

Damit erhöhte sich die bereinigte operative Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge) um 0,6 Prozentpunkte auf 8,1%.

Unter Berücksichtigung von Sondereffekten stieg der operative Gewinn (EBIT) sogar um 20,8% auf rund 507 Mio. € (nach 420 Mio. € im Vorjahr).

Die Marge verbesserte sich demnach von 6,6 auf 7,7%

Die Hella-Aktie im Blickpunkt

Nachdem die Hella-Aktie nach dem Börsengang von November 2014 bis März 2015 von rund 27 auf über 48 € gestiegen war, ging es danach wieder deutlich nach unten.

Im Juni 2016 fand die Aktie schließlich bei rund 29 € ihren Boden. Von Juni 2016 bis heute legte die Hella-Aktie dann wieder um über 60% auf aktuell rund 45 € zu.

Gemessen am aktuellen Kurs und dem für das Geschäftsjahr 2017/2018 erwarteten Gewinn je Aktie, ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zwischen 11 und 12.

Das ist für einen Autozulieferer mit soliden Wachstumsraten nicht teuer. Daher sollte die Hella-Aktie ausgehend vom aktuellen Kursniveau weiteres Aufwärts-Potenzial bieten.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.