Helma: Bau-Spezialist weiterhin auf Wachstumskurs

Gestern ging es an dieser Stelle um die Syzygy-Aktie.

Damit habe ich Ihnen einen Wert vorgestellt, der nach einer langen Erfolgsserie an der Börse zuletzt etwas geschwächelt hat und auf dem aktuellen Kursniveau einen Blick wert ist.

Heute folgt mit der Helma-Aktie ein weiterer Wert, der recht deutlich unter dem Jahreshoch notiert.

Der mittelständische Bau-Spezialist Helma backt nach Jahren mit teils deutlich 2-stelligem Wachstum 2017 etwas kleinere Brötchen.

Wenn Sie so wollen, ist Helma in diesem Jahr ein Opfer des eigenen Erfolgs geworden.

Im Februar des laufenden Jahres hat das Unternehmen seine eigenen kurz- und mittelfristigen Umsatz- und Ergebnis-Erwartungen nach unten angepasst.

Auf die Gründe, die dazu führten, bin ich schon eingegangen:

Da die Kapazitäten begrenzt sind (Genehmigungen, qualitativ hochwertige Baufirmen), muss Helma das Wachstum in dieser Marktphase etwas drosseln.

Die Helma Eigenheimbau AG im Kurzportrait

Helma wurde im Jahr 1980 im niedersächsischen Lehrte gegründet.

Gründer Karl-Heinz Maerzke, der heute noch Vorstands-Vorsitzender und Mehrheits-Aktionär der Helma Eigenheimbau AG ist, beschäftigte zu diesem Zeitpunkt 3 Mitarbeiter.

Der Konzern ist seit 2006 börsennotiert und ist inzwischen in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig, dazu zählen:

  • der Bau von Massivhäusern, Wohnungen und Ferienhäusern
  • sowie die Finanzierung
  • und das Bauträger-Geschäft.

Eines der Erfolgs-Geheimnisse von Helma ist es, dass der Betrieb sich als sogenannter Full-Service-Dienstleister positioniert hat.

Das bedeutet:

Sie können ein Grundstück bekommen, auf dem Ihnen Helma ein schlüsselfertiges Haus baut und Ihnen, wenn Sie es wünschen, auch eine passende Finanzierung bereitstellt.

Mehr Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr

Helma hat im 1. Halbjahr 2017 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 7% auf 110,1 Mio. € verbessert. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) legte um 0,2 auf 6,6 Mio. € zu.

Der Netto-Gewinn belief sich im 1. Halbjahr auf 4 Mio. € nach 3,6 Mio. im Vorjahr. Das bedeutet ein Plus von 11,1%. Der Gewinn je Aktie stieg ebenfalls um 11,1% von 0,90 auf 1,00 €.

Wie in den Vorjahren, wird Helma auch im laufenden Jahr witterungs- und projektbedingt einen Großteil des Jahres-Ergebnisses in der 2. Jahreshälfte erwirtschaften.

Ebenfalls fällt im Halbjahres-Bericht positiv auf, dass der Auftrags-Bestand per Ende Juni dieses Jahres bei 197,7 Mio. € lag – und damit um rund 9,9 Mio. € oder 5,3% über dem des Vorjahres.

Der höchste Auftrags-Bestand der Firmengeschichte zur Jahresmitte stellt, wie in den Vorjahren, eine gute Ausgangs-Position für ein umsatzstarkes 2. Halbjahr dar.

Prognosen bestätigt

Auf Basis der erfreulichen Geschäfts-Entwicklung im 1. Halbjahr 2017 hat der Helma-Vorstand seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr sowie die eigenen Planzahlen für die Jahre 2018 und 2019 bestätigt:

  • Demnach wird im laufenden Jahr ein Umsatz zwischen 290 und 300 Mio. € erwartet.
  • Für 2018 rechnet das Helma-Management mit einem Umsatz zwischen 325 und 340 Mio. €.
  • Und 2019 sind Erlöse in einer Größenordnung zwischen 370 und 400 Mio. € geplant.

Darüber hinaus rechnet das Management weiterhin mit einer bereinigten operativen Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge) zwischen 7 und 10% für die Geschäftsjahre 2017, 2018 und 2019.

Im laufenden Jahr wird die Marge eher am unteren Rand der angegebenen Bandbreite erwartet.

Fazit

Die Zahlen zeigen: Das Unternehmen wächst auch weiterhin, aber nicht mehr so schnell wie früher. Das wurde an der Börse (zu) hart abgestraft.

Wenn Helma die eigenen Planzahlen erreicht, sollte der Aktienkurs auf mittlere Sicht wieder in den Bereich der alten Höchststände zurückkehren und längerfristig auch neue Hochs markieren.


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19. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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