Helma: Diesen Mittelständler sollten Sie auf dem Zettel haben

Im Juli dieses Jahres habe ich an dieser Stelle das letzte Mal über die Helma Eigenheimbau AG berichtet. Seither ist einiges passiert:

Der mittelständische Spezialist für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energie-Konzepte präsentierte zwischenzeitlich sehr starke Halbjahres-Zahlen

Und er bestätigte erneut sowohl die kurz- als auch die mittelfristigen Ziele.

Dennoch bewegte sich die Helma-Aktie seit Ende Juli, als ich an dieser Stelle zuletzt darüber berichtete, seitwärts.

Bevor ich zu den Gründen dafür komme, warum sich die Helma-Aktie trotz starker Zahlen und guter Perspektiven zuletzt kaum bewegte, möchte ich Ihnen zunächst die jüngsten Zahlen vorstellen.

Starke Zahlen und ein positiver Ausblick

In den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Helma abermals eine signifikante Umsatz- und Ergebnis-Steigerung:

So erhöhten sich die Umsätze bei Helma gegenüber dem Vorjahr um 34% auf 103,0 Mio. €.

Bei weiterhin erfreulichen Rohertrags-Margen konnte der operative Gewinn im 1. Halbjahr 2016 überproportional um 29% auf 6,3 Mio. € zulegen.

Der Netto-Gewinn wurde von 2,2 auf 3,6 Mio. € verbessert, was einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,90 € (Vorjahr: 0,61 €) entspricht und einer Steigerung um ganze 48%.

In dieser sehr deutlichen Ergebnis-Steigerung spiegelt sich die anhaltend positive Profitabilitäts-Entwicklung von Helma wider.

Wie in den Vorjahren wird das Unternehmen auch in 2016 witterungsbedingt einen Großteil des Jahres-Ergebnisses in der 2. Jahreshälfte erwirtschaften.

Auch vertriebsseitig hat sich die dynamische Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Dementsprechend wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Diese sieht einen Anstieg des Umsatzes um 23,5% auf rund 260 Mio. € (Vorjahr: 210,6 Mio. €) sowie eine Erhöhung des EBIT um 23,6% auf 22,0 Mio. € (17,8 Mio. €) vor.

Im Jahr 2018 will Helma sogar einen Umsatz von 420 Mio. € erzielen, was im Vergleich zum Umsatz in 2015 eine Verdoppelung bedeuten würde.

Warum bewegt sich die Helma-Aktie dann seit Monaten kaum nach oben, werden sich viele von Ihnen jetzt fragen. Dafür gibt es einige (mögliche) Gründe, auf die ich jetzt eingehen möchte.

Warum die Helma-Aktie derzeit kaum vom Fleck kommt

Ein Grund dafür, warum die Helma-Aktie zuletzt nicht so richtig vom Fleck kam, ist folgende Tatsache:

Die Aktie ist bis Sommer dieses Jahres rasant gestiegen und konnte die runde – und damit psychologisch wichtige – Marke von 60 € nicht nachhaltig überwinden.

Ein weiterer Grund ist, dass eine neue EU-Richtlinie die Vergabe von Immobilien-Krediten derzeit in einigen Fällen etwas schwieriger macht.

Helma antwortete jedoch auf meine diesbezügliche Nachfrage: „Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Kunden auch in Zukunft gut in der Lage sein werden, ihre Helma-Immobilie zu finanzieren.“

Hier scheint die Verunsicherung einiger Investoren also unbegründet zu sein. Schließlich untermauern auch die Zahlen, die Helma zuletzt veröffentlicht hat, die diesbezügliche Aussage des Konzerns.

Ein weiterer Bremsklotz für die Helma-Aktie sind aus meiner Sicht die Zinsängste. Die Diskussionen um steigende Zinsen setzten in den vergangenen Wochen allen Immobilien-Werten zu – und damit auch Helma.

Auch diese Befürchtungen halte ich für den westeuropäischen Markt für nicht angebracht. Daher ist und bleibt die Helma-Aktie aus meiner Sicht aussichtsreich.

27. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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