Helma Eigenheimbau: Es geht in die richtige Richtung

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Die operative Entwicklung der Helma Eigenheimbau AG geht in die richtige Richtung. Wann zieht der Aktienkurs nach? (Foto: kurhan / Shutterstock.com)

Jahrelang war die Aktie der Helma Eigenheimbau AG einer der Überflieger in der deutschen Börsenlandschaft. Dann folgten Anfang 2017 und zu Beginn dieses Jahres zwei Gewinnwarnungen. Nachdem sich die Aktie im Herbst 2017 von der ersten Gewinnwarnung einigermaßen erholt hatte, folgte also die zweite Gewinnwarnung.

Allerdings gab es seither einige positive Nachrichten des Unternehmens und die Helma-Aktie ist aus meiner Sicht auf dem aktuellen Niveau unterbewertet. Denn die fehlenden Umsätze und Gewinne, die zu den Korrekturen der Unternehmensprognosen geführt haben, sind nicht ausgefallen, sondern lediglich nach hinten verschoben worden.

Kann das Unternehmen seine zu Beginn dieses Jahres kommunizierte Prognose für das laufende Jahr und die folgenden Jahre erfüllen, winken also höhere Kurse. Die vor einiger Zeit veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigen, dass es in die richtige Richtung geht.

Helma mit Gewinnanstieg im 1. Halbjahr 2018

Der Spezialist für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Ferienimmobilien erzielte in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres einen Umsatz von 96,6 Mio. Euro. Zwar lag der Umsatz etwas unter dem Vorjahreswert, dafür legte der Gewinn signifikant zu.

Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg von 5,7 auf 7 Mio. Euro, was ein deutliches Plus von 22,8% bedeutet. Der Nettogewinn stieg von 4 auf 4,9 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie legte entsprechend von 1,00 auf 1,23 Euro zu. Dies entspricht einem Plus von 23%. Ursächlich für die Ergebnissteigerung ist eine höhere erzielte Marge bei einer Vielzahl von Bauträgerprojekten.

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Wie in den Vorjahren wird Helma auch in diesem Jahr witterungs- und projektbedingt einen Großteil des Jahresergebnisses in der 2. Jahreshälfte erwirtschaften.

Prognosen für 2018 und 2019 bestätigt

Mit Blick auf die bestehende Projektpipeline und die erfreuliche Margenentwicklung im 1. Halbjahr 2018 hat der Helma-Vorstand seine für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 abgegebene Prognose im Rahmen der Vorlage der Zahlen für das 1. Halbjahr 2018 noch einmal bestätigt.

Demnach soll im laufenden Jahr ein Vorsteuergewinn zwischen 21 und 22,5 Mio. Euro erzielt werden und im kommenden Jahr eine Bandbreite von 23,5 bis 26 Mio. Euro erreicht werden. Geht dieser Plan auf, sind im kommenden Jahr deutlich höhere Kurse drin als aktuell.

Positiv ist auch, dass Helma von den Handelskonflikten zwischen den USA und China sowie den USA und der EU ebenso wenig betroffen ist wie von einem möglichen „harten“ Brexit.

Ein ordentlicher Teil des derzeitigen Kursabschlags (verglichen mit den vormaligen Höchstkursen) ist aus meiner Sicht nicht durch die operative Geschäftsentwicklung des Unternehmens begründet, sondern vielmehr durch das verspielte Vertrauen durch die beiden bereits angesprochenen Gewinnwarnungen. Geduldigen Anlegern, bietet sich dadurch ein nicht uninteressantes Chance/Risiko-Profil.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.