Helma Eigenheimbau mit starken Halbjahreszahlen

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Bei dem deutschen Bau-Spezialisten Helma Eigenheimbau läuft es operativ sehr gut. Wann erreicht der Aktienkurs wieder seine alten Höchststände? (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Über den deutschen Bau-Spezialisten Helma Eigenheimbau hatte ich in der Vergangenheit schon mehrfach berichtet. Nach einigen sehr erfolgreichen Jahren, in denen der Aktienkurs stark gestiegen war, musste das Unternehmen zwei Mal seine eigenen Ziele nach unten korrigieren, was sich deutlich negativ auf den Aktienkurs ausgewirkt hat.

Seit einiger Zeit ist Helma aber wieder voll in der Spur. Das zeigen auch die kürzlich vorgelegten Halbjahreszahlen, die meines Erachtens auf allen Ebenen gut ausgefallen sind.

Wachstumspfad fortgesetzt

Nach einem neuen Rekordergebnis im vergangenen Jahr setzte Helma den Wachstumstrend im 1. Halbjahr 2019 weiter fort. Nach einem Umsatz von 96,6 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2018 erzielte Helma in den ersten 6 Monaten dieses Jahres Erlöse von 110,3 Mio. Euro.

Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von starken 14,2%. Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg von 7 auf 7,5 Mio. Euro (+7,1%). Unter dem Strich steht ein Nettogewinn von 5,2 Mio. Euro zu Buche (nach 4,9 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2018). Auch hier ist ein Zuwachs zu verzeichnen. Der Gewinn je Aktie stieg von 1,23 auf den neuen Höchstwert von 1,29 Euro. Wie in den Vorjahren wird Helma auch in diesem Jahr witterungs- und projektbedingt einen Großteil des Jahresergebnisses in der 2. Jahreshälfte erwirtschaften.

Noch erfreulicher als die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr sind die sehr deutlichen Zuwächse beim Auftragseingang und Auftragsbestand. Denn diese sind die Basis für weiteres profitables Wachstum und zeigen zudem, dass von einer sich abkühlenden Konjunktur in der deutschen Baubranche nichts zu spüren ist.

Aber selbst wenn sich die Baukonjunktur hierzulande etwas abkühlt, wäre das sogar gut für Helma. Denn dann kann das Unternehmen günstiger bauen, was die Margen nach oben treibt.

Starker Auftragseingang und Auftragsbestand

Blicken wir auf die Zahlen: Der Auftragseingang stieg von 106,3 auf 140,6 Mio. Euro und damit spürbar um rund 32% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand lag per Ende Juni bei 197,4 Mio. Euro und damit um rund 28% über dem Vorjahreswert.

Auf Basis der Top-Zahlen für das 1. Halbjahr bestätigt Helma die Prognose für das Gesamtjahr und erwartet folglich weiterhin einen operativen Gewinn in einer Bandbreite von 23,5 bis 26 Mio. Euro.

Mit einem aktuellen KGV von weniger als 10 ist die Helma-Aktie schon jetzt sehr niedrig bewertet. Da die deutsche Baubranche aus meiner Sicht auch aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen weiter boomen wird, sollte auch das operative Geschäft bei Helma weiter rund laufen. Früher oder später wird der Aktienkurs daher wieder seine alten Höchststände erreichen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Tobias Schöneich. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz