Henkel-Aktie: Waschmittel-Riese glänzt mit Rekordjahr und Dividenden-Steigerung

Der Einstieg für den neuen Henkel-Chef Hans Van Bylen hätte wahrlich schlechter ausfallen können.

Denn im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte der Reinigungs-Konzern abermals neue Rekordwerte beim Umsatz und Ergebnis.

Kein Wunder, dass die Aktie ihren beeindruckenden Höhenflug fortsetzt und wieder stramm Richtung Allzeithoch marschiert.

Die Kurs-Entwicklung ist durchaus beeindruckend. Immerhin liegt das Kurs-Plus des DAX-Konzerns bei gut 400% seit 2009.

Henkel im Porträt

Henkel wurde bereits im Jahr 1876 gegründet und ist ein wahrer deutscher Traditions-Konzern. Seit 1985 ist der weltgrößte Klebstoff-Hersteller an der Börse notiert.

Henkel ist  insbesondere führend bei Anwendungen in der Automobil-, Verpackungs-, und Elektro-Industrie. Die stärksten Marken sind Loctite, Teroson und Technomelt.

Aber der Klebstoff-Bereich ist nur die eine Seite. Sie kennen Henkel wahrscheinlich eher durch die bekannten Waschmittel- und Reinigungs-Marken wie Persil, Purex oder Dixan.

Kein Wunder, ist Henkel in diesem Bereich in Kontinentaleuropa dich auch die Nr. 1, weltweit die Nr. 2.

Aber auch im Bereich Kosmetika hat sich der Düsseldorfer Konzern eine aussichtsreiche Stellung erarbeitet (Nr. 5 weltweit; Marktführer in Osteuropa).

Mit den 3 stärksten Marken Schwarzkopf, Dial und Syoss erzielt das Unternehmen rund 90% der Erlöse in diesem Geschäftsbereich.

Dabei profitiert Henkel insbesondere durch das hohe Wachstum in den Schwellenländern. Dort erwirtschaftet die Firma mittlerweile 43% der gesamten Umsätze.

Henkel mit Rekord-Ergebnissen

Wie glänzend sich die Geschäfte des Klebstoff- und Waschmittel-Konzerns entwickelt haben, zeigt Ihnen ein Blick in die gerade vorgelegten Zahlen.

Die Umsätze kletterten im 4. Quartal um 11% auf 4,85 Mrd. €. Der operative Gewinn (EBIT) sprang sogar um 14,1% auf 765 Mio. € in die Höhe.

Dabei konnte v. a. die Waschmittel-Sparte positiv überzeugen. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Umsatz von 18,71 Mrd. € (+3,5%) und ein Gewinn von 2,05 Mrd. €.

Damit haben sich die Umsätze seit  2002 nahezu verdoppelt. Im Gegenzug verbesserte Henkel seine Gewinnspanne von 4,46% auf 10,9%.

Aktionäre können sich über höhere Dividende freuen

Nach dem Rekordjahr zeigt sich die Konzern-Führung spendierfreudig und lässt die Anleger an der positiven Geschäfts-Entwicklung Teil haben.

Die Ausschüttungen werden nämlich von 1,47 € auf 1,62 € je Vorzugsaktie (von 1,45 auf 1,60 € bei den Stammaktien) erhöht.

Firmenchef setzt auf Internet-Handel

Für das laufende Jahr erwartet Firmenchef Van Bylen trotz eines unsicheren Marktumfelds weitere Zuwächse.

So soll der Umsatz ohne Zukäufe um weitere 2 – 4% zulegen und die bereinigte Vorsteuer-Gewinnmarge auf mehr als 17% (2016: 16,9%) ansteigen.

Unterm Strich soll sich das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie zwischen 7 und 9% verbessern.

Aber auch Langfrist-Ziele hat sich Henkel bereits gesetzt. Der Fokus liegt auf dem Ausbau des Internet-Handels und auf den Kernmarken des Konsumgüter-Giganten.

Bis 2020 soll der Umsatz aus dem digitalen Bereich auf mehr als 4 Mrd. € verdoppelt werden. Zugleich soll der Anteil der 1o größten Marken auf 75% der Gesamt-Erlöse steigen.

24. Februar 2017

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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