Hermle: Dividendenerhöhung sorgte für Kurssprung

Der deutsche Leitindex DAX hat am ersten Handelstag der Woche leicht nachgegeben, notiert aber noch immer bei rund 12.300 Punkten.

Ein wesentlicher Grund für den Höhenflug am Aktienmarkt: Während die Zinsen Richtung 0% gedrückt werden, schütten die Unternehmen so hohe Dividenden wie nie zuvor aus. Die Dividenden-Renditen hängen die Zins-Renditen ganz locker ab.

Vielen Unternehmen geht es finanziell so gut, dass sie neben der „normalen“ Dividende zusätzlich hohe Sonderdividenden oder Bonuszahlungen ausschütten. Hier im „Schlussgong“ werde ich Ihnen in den kommenden Wochen einige Unternehmen vorstellen, die ihre Aktionäre besonders üppig belohnen.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG legte kürzlich die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vor. Doch ich schreibe Ihnen heute nicht über den Maschinenbauer Hermle, weil das Unternehmen wieder einmal sehr gute Zahlen präsentiert hat, sondern, weil Hermle-Aktionären eine attraktive Sonderdividende winkt.

Bevor ich gleich auf die üppige Dividende eingehe, möchte ich Ihnen kurz das Unternehmen Hermle und im Anschluss die 2014er-Zahlen vorstellen.

Der Maschinenbauer Hermle im Kurzportrait

Die schwäbische Unternehmensgruppe der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG gehört zu den weltweit führenden Anbietern von hochwertigen Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Als Hersteller beliefert Hermle Kunden aus Hightech-Branchen im In – und Ausland.

Dazu zählen unter anderem Branchen wie die Medizintechnik, optische Industrie, Luftfahrt, Energietechnik, Automobilindustrie und Motorsport sowie deren Zulieferindustrien. Die Gründerfamilie Hermle besitzt die Aktienmehrheit.

Wieder einmal gute Zahlen im Geschäftsjahr 2014

Hermle konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis deutlich steigern. Der Konzernumsatz erhöhte sich 2014 vorläufigen Berechnungen zufolge gegenüber dem Vorjahr um rund 13% von 305,9 auf mehr als 346 Mio. Euro.

Zuwächse verzeichnete der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller sowohl im In- als auch im Ausland. Die Basis für den außergewöhnlich guten Verlauf bildete der starke Umsatz zum Jahresende, der von der Abwertung des Euro und geringeren Einschränkungen im Russlandgeschäft als angenommen profitierte.

Außerdem konnte sich Hermle auf einen hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr stützen, als große Einzelbestellungen aus dem Ausland eingegangen waren. Durch die hohe Nachfrage nach Hermle-Maschinen waren die Kapazitäten des Unternehmens das ganze Jahr über voll ausgelastet.

Daher verbesserte sich die Ertragslage überproportional zum Umsatz: Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernjahresüberschuss um mehr als ein Viertel von 45,5 auf über 58 Mio. Euro.

Dividende: Insgesamt 10,85 Euro je Aktie

Die außerordentlich starke Geschäftsentwicklung nahm der Vorstand zum Anlass, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 8. Juli 2015 eine Dividendenerhöhung vorzuschlagen: Demnach soll zusätzlich zur unveränderten Basisdividende von 0,85 Euro je Vorzugsaktie ein Bonus von 10,00 Euro je Aktie ausbezahlt werden.

Im Vorjahr lag der Bonus noch bei 7,20 Euro je Aktie. Damit wird sich die Ausschüttung je Vorzugsaktie von 8,05 Euro auf 10,85 Euro erhöhen. Gemessen am aktuellen Kurs der Hermle-Vorzugsaktie von rund 205 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von 5,3%.

Auch die Mitarbeiter bekommen ein Stück vom Kuchen

Auch die 964 Hermle-Mitarbeiter sollen am Unternehmenserfolg partizipieren. Diese erhalten nach der Hauptversammlung eine Prämie in Höhe von 70% eines Monatsgehalts sowie einen festen Einmalbetrag. Bereits Ende 2014 bekamen die Hermle-Mitarbeiter eine Sonderzahlung.

Die Beteiligung der Mitarbeiter ist nicht nur vorbildlich, sondern auch eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg von Hermle.

Denn: Die enorme Einsatzbereitschaft des Hermle-Teams hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Unternehmen im Dezember 2014 den bislang höchsten Umsatz in einem Einzelmonat erzielen konnte. Damit sollte auch dem künftigen Erfolg des schwäbischen Maschinenbauers Hermle nichts im Wege stehen.

13. April 2015

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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