Hermle: Hier passt einfach alles

Erfahren Sie jetzt, wie es bei der Hermle-Aktie nach mehr als 2.100% Gewinn weitergeht und wie die jüngsten Zahlen ausgefallen sind. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Am Aktienmarkt regieren in diesen Tagen noch die politischen und geldpolitischen (Zinserhöhungen) Sorgen. Ganz anders sieht die Börsenwelt aus, wenn Sie die Ergebnisse der Unternehmen betrachten. Rekordumsätze, Rekordgewinne und Rekordausschüttungen in Serie.

Hier jetzt ein ganz frisches Beispiel: Gestern hat der mittelständische deutsche Maschinenbauer Hermle seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt und eine weitere Anhebung der ohnehin schon hohen Dividende angekündigt.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1938 von Berthold Hermle gegründet und ist im schwäbischen Gosheim ansässig. 1957 begann die Produktion von Fräsmaschinen. Im Jahr 1990 folgte schließlich der Börsengang. Die „Maschinenfabrik Berthold Hermle AG“ gehört seit vielen Jahren zu den profitabelsten, börsennotierten deutschen Maschinenbauern.

Der Konzern ist schuldenfrei und konnte seinen Aktionären auch während der schweren Branchen-Rezession 2002/2003 Dividenden ausschütten.

Mehr Umsatz und stabiles Betriebsergebnis

Hermle konnte den Umsatz 2017 nach vorläufigen Zahlen von 394 auf rund 402 Mio. Euro steigern. Zuwächse erzielte der schwäbische Werkzeugmaschinenbauer vor allem im Inland, während der Auslandsumsatz weitgehend stabil blieb.

Das Ergebnis hielt operativ mit der Umsatzsteigerung Schritt, wurde jedoch 2017 durch Vorlaufkosten für zwei große Zukunftsprojekte beeinflusst, die erst später Umsatz und Gewinn antreiben werden. Zudem haben einmalige Ergebnisbeiträge im Vorjahr dazu geführt, dass die Vergleichsbasis erhöht war. Dennoch lag das Betriebsergebnis mit rund 99 Mio. Euro nur ganz knapp unter dem Vorjahreswert von 99,8 Mio. Euro.

Dividende + Bonusdividende + Zusatzbonus

Der Vorstand von Hermle empfiehlt dem Aufsichtsrat aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 die Ausschüttung einer unveränderten Basisdividende von 0,80 Euro je Stammaktie und 0,85 Euro je Vorzugsaktie. Darüber hinaus soll ein unveränderter Bonus in Höhe von 12 Euro je Aktie ausgeschüttet werden.

Neu ist, dass der Vorstand die Ausschüttung einer einmaligen Zusatzbonus-Dividende in Höhe von 2,20 Euro je Aktie empfiehlt. Das bedeutet: Die Vorzugsaktionäre von Hermle werden voraussichtlich eine Dividende in Höhe von insgesamt 15,05 Euro je Aktie erhalten, bei der Stammaktie werden es glatt 15 Euro sein.

Hohe Nachfrage wird für weiteres Wachstum sorgen

Auch die Perspektiven stimmen: Die Nachfrage nach Hermle-Bearbeitungszentren und Automatisierungslösungen hat sich 2017 nach einem verhaltenen Jahresbeginn sehr dynamisch entwickelt, teilte das Unternehmen mit.

Der Auftragseingang erhöhte sich 2017 insgesamt deutlich auf circa 433 Mio. Euro (nach 364,5 Mio. Euro im Vorjahr). Der Auftragsbestand stieg zum Jahresende um circa ein Drittel auf rund 125 Mio. Euro. Damit könnten die Voraussetzungen für weiteres Wachstum kaum besser sein.

Mehr als 2.100% Gewinn in knapp 15 Jahren

Wie gut Hermle schon seit Jahren operativ unterwegs ist, zeigt die hervorragende Kursentwicklung der Hermle-Aktie:

Die Leser meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“, die meiner Erst-Empfehlung im September 2003 – also vor 14,5 Jahren –  gefolgt sind, können sich inzwischen über ein Plus von mehr als 2.100% freuen (Kursgewinn + Dividenden).

Auch wenn die Hermle-Aktie in den kommenden 14,5 Jahren nicht noch einmal um 2.100% wird zulegen können: Sie bleibt ein Basis-Investment für konservative Nebenwerte-Fans und Dividenden-Jäger.


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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