Hermle: Maschinenbauer mit attraktiver Dividende

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Den schwäbischen Maschinenbauer Hermle erhalten Sie trotz guter Zahlen und glänzender Perspektiven derzeit mit deutlichem Rabatt. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Am deutschen Aktienmarkt geht der Ausverkauf weiter. Speziell im Nebenwerte-Segment streiken die Käufer. Will dann ein größerer Investor oder Fonds eine Position auflösen, kann der Aktienkurs auch 10% ohne jede Unternehmensmeldung fallen.

Solche Marktphasen kosten uns an der Börse Nerven, doch gleichzeitig sind das Schnäppchen-Zeiten für erfahrene Anleger, die das kurzfristig oft sinnlose Auf und Ab an der Börse kennen und einen klaren Kopf bewahren. Speziell qualitativ hochwertige Top-Unternehmen laden jetzt zum Einstieg ein.

Als Stammleser des Schlussgongs wissen Sie, dass ich an der Börse eine Vorliebe für eigentümergeführte Mittelständler mit starker Bilanz und hohen Dividendenausschüttungen habe. Einen Musterfall stelle ich Ihnen jetzt vor.

Es handelt sich dabei um den schwäbischen Maschinenbauer Hermle, der kürzlich aktuelle Zahlen vorgelegt hat und den Sie, wenn Sie so wollen, aktuell mit Rabatt bekommen. Deshalb möchte ich Ihnen heute ein Update zu Hermle geben.

Hermle ist ein Hersteller von technisch hochwertigen Fräsmaschinen. Bei der Firma dreht sich nach eigenen Angaben alles ums Fräsen. Die heutige Maschinenfabrik Berthold Hermle AG wurde im Jahr 1938 von Berthold Hermle gegründet und ist im schwäbischen Gosheim ansässig. 1957 begann die Produktion von Fräsmaschinen.

Das Unternehmen wurde 1990 zur Maschinenfabrik Berthold Hermle umfirmiert und ging am 10. April 1990 an die Börse. Hermle gehört seit Jahren zu den profitabelsten deutschen Maschinenbauern.

Das Unternehmen ist netto schuldenfrei und konnte seinen Aktionären sogar während der Rezession 2002/2003 Dividenden ausschütten. Apropos Dividende: Hermle schüttet seit Jahren hohe Dividenden aus und beschert seinen Aktionären regelmäßig überdurchschnittliche Dividendenrenditen von 3 bis 6%.

Hermle: Wieder einmal mit guten Zahlen

Hermle konnte den Umsatz in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 12,8% auf 316,6 Mio. Euro steigern. Im Inland erzielte das Unternehmen einen Zuwachs von 11,1% auf 132,0 Mio. Euro. Das Auslandsvolumen legte um 14,1% auf 184,6 Mio. Euro zu. Damit lag der Exportanteil bei 58,3%.

Das Betriebsergebnis legte im Berichtszeitraum ebenfalls zu, entwickelte sich aber aufgrund der starken Preissteigerungen bei einigen Rohmaterialien, der Tariferhöhung und des im 1. Halbjahr schwachen Dollarkurses wie erwartet leicht unterproportional zum Umsatz.

Besonders erfreulich ist, dass sowohl der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand deutlich zulegen konnten. Beim Auftragseingang verbuchte Hermle bis Ende September ein Plus von 17,5% auf 369,8 Mio. Euro. Durch die anhaltend hohe Nachfrage stieg der Auftragsbestand per Ende September von 127,8 auf 178,2 Mio. Euro (+39,4%).

Die bisherige Geschäftsentwicklung 2018 verlief insgesamt etwas günstiger als erwartet, so das Hermle-Management.

Auch die Perspektiven stimmen

Durch den hohen Auftragsbestand, der Hermle einen guten Start in das kommende Jahr ermöglichen sollte, rechnet das Unternehmen frühestens im Lauf des Jahres 2019 mit Umsatzauswirkungen aus einer eventuell schwächeren Marktentwicklung.

Im Gesamtjahr 2018 dürfte dagegen das obere Ende des Prognosekorridors, der von einem mittleren bis oberen einstelligen Umsatz- und Ergebniszuwachs ausgeht, sicher erreicht werden oder sogar ein etwas besserer Verlauf möglich sein.

Aufgrund dessen, dass die Hermle-Aktie derzeit trotz sehr guter Geschäftsentwicklung und positiver Prognose mehr als 30% unter ihrem Jahreshoch notiert, ist dieses Papier derzeit sicher einen Blick wert.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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