Hermle: Überzeugende Zahlen und 4,5% Dividendenrendite

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Der schwäbische Maschinenbauer Hermle überzeugt mit starken Zahlen und einer Dividendenrendite von rund 4,5%. Hier alle Details für Sie: (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Der DAX ist mit leichten Kurs-Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet.

Mit 11.996 Punkten sackte der deutsche Leitindex wieder unter die runde und hart umkämpfte 12.000-Punkte-Marke.

Doch zumindest konnte er sich deutlich vom Tagestief entfernen und den Tagesverlust auf 0,57% reduzieren.

Bei den Einzelwerten müssen Sie ab Ende März etwas genauer hinschauen:

Handelt sich um „echte“ Kursverluste, oder ist es nur der übliche Dividenden-Abschlag nach Ausschüttung der Dividende?

Aufgrund der hohen Dividenden-Ausschüttungen gibt es z. B. beim deutschen Maschinenbauer Hermle 1x pro Jahr eine „Kursdelle“.

Ende vergangener Woche hat der mittelständische Maschinenbauer seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt.

Er konnte damit einmal mehr überzeugen. Zudem wurde die zuvor bereits sehr üppige Dividende ein weiteres Mal angehoben.

Hermle: Firmen-Portrait

Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen und die Dividende eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor:

Hermle wurde im Jahr 1938 von Berthold Hermle gegründet und ist im schwäbischen Gosheim ansässig.

Damals firmierte man noch als Firma Berthold Hermle – Schraubenfabrik und Fassondreherei.

1957 begann die Produktion von Fräsmaschinen. Im Jahr 1990 folgte schließlich die Umfirmierung zur Maschinenfabrik Berthold Hermle und am 10. April 1990 der Börsengang.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG gehört zu den profitabelsten deutschen Maschinenbauern.

Der Konzern ist schuldenfrei und konnte seinen Aktionären auch während der Branchen-Rezession 2002/2003 Dividenden ausschütten.

Ein deutscher Dividenden-Champion

In diesem Jahr wird die Ausschüttung bei 12,85 € je Aktie liegen.

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Das entspricht auf Basis des aktuellen Kurses der Hermle-Aktie einer Dividendenrendite von rund 4,5% und ist angesichts der derzeit historisch niedrigen Zinsen ein beachtlicher Wert.

Noch viel beachtlicher wird die Dividendenrendite jedoch für Sie, wenn Sie längerfristig bei Hermle investiert sind.

Ein Rechenbeispiel:

Hermle-Aktionäre, die vor 5 Jahren bei Kursen von rund 86 € eingestiegen sind, kommen in diesem Jahr bereits auf eine Dividendenrendite von sage und schreibe 15%.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG entwickelte sich im Jahr 2016 noch besser als erwartet:

Der Umsatz des schwäbischen Werkzeugmaschinen-Herstellers stieg nach vorläufigen Berechnungen um 10,5% auf rund 394 Mio. €.

Dabei konnte Hermle von Großprojekten und der Erholung der Märkte in Südeuropa profitieren.

Zuwächse gab es sowohl im In- als auch im Ausland. Auch das Ergebnis nahm kräftig zu: Der Nettogewinn verbesserte sich um mehr als 23% auf gut 73 Mio. €.

Auf Basis dieses starken Verlaufs empfahl der Vorstand dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 5. Juli 2017 eine Dividenden-Erhöhung vorzuschlagen:

Wie bereits erwähnt, sollen Hermle-Aktionäre in diesem Jahr eine Dividende von insgesamt 12,85 € je Aktie erhalten.

+1.700% Gewinn seit 2003

Wie gut das Unternehmen Hermle geführt und aufgestellt ist, lässt sich auch an der Entwicklung des Aktienkurses ablesen.

Die Anleger, die meiner Erst-Empfehlung im Jahr 2003 gefolgt sind, können sich inzwischen sogar über ein Plus von mehr als 1.700% freuen (Kursgewinn + Dividenden).

Auch wenn die Hermle-Aktie in den kommenden 14 Jahren nicht noch einmal um 1.700% wird zulegen können, bleibt die Aktie ein Basis-Investment für jeden konservativen Nebenwerte-Fan und Dividenden-Jäger.

Mein Praxistipp für Sie:

Gute Einstiegs-Gelegenheiten ergeben sich oft nach der Dividenden-Ausschüttung im Juli, wenn Dividenden-Werte wie Hermle im „Sommerloch“ etwas in Vergessenheit geraten.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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