Herzlichen Glückwunsch: So haben Sie vom S&P 500 profitiert!

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Haben Sie die Chance genutzt und letzten Montag den S&P 500 gekauft? Wir zeigen, wie sich der Wert entwickelt hat und warum diese Strategie oft funktioniert. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Vergangenen Montag haben Sie von mir eine Strategie erklärt bekommen, warum es sich lohnt den S&P 500 über den Monatswechsel zu kaufen. Wir haben mit diesem Newsletter fast perfekt das Tief im Index erwischt. Heute notieren wir etwa 60 Punkte höher!

S&P 500: Der Chart erklärt die Strategie

Sie sehen hier den Stundenchart des S&P 500 der vergangen zwei Wochen. Am Montag, den 28. Januar, haben Sie den Tipp bekommen, dass der Index gerne über den Monatswechsel steigt. Der Zeitpunkt ist das markierte Rechteck. Seitdem ist der S&P solide nach oben gewandert. Heute ist es Zeit die Gewinne mitzunehmen.

Auf welche Weise auch immer Sie diesen Vorschlag genutzt haben: Herzlichen Glückwunsch. Ärgern Sie sich auf jeden Fall nicht, wenn Sie Ihren Stoppkurs sehr weit weg gesetzt haben. Dass die Kurse ausschließlich steigen, ist bei dieser Strategie nämlich nicht garantiert.

Es ist lediglich wichtig zu wissen, dass viel Kapital über den Monatswechsel in den Markt fließt und dementsprechend viele Fonds einfach kaufen müssen. Völlig unabhängig davon, was der Chart sagt oder was Politiker gerade versprechen.

Deshalb sind wir natürlich nicht vor Schwankungen geschützt. Volatilität wird immer geben. Gerade bei solchen Trades, die eine Woche dauern können. Letztlich geht es logischerweise auch nicht darum, jedes Mal alles zu riskieren, sondern einfach eine gute Chance mitzunehmen.

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Wie schon vor einer Woche geschrieben, können Sie mit dieser Strategie den S&P 500 langfristig schlagen. Das bedeutet aber auch, dass wir nicht immer gewinnen. Fällt der Index genau zum Monatsanfang, nehmen wir diese Verlust auch voll mit.

Was Sie hier gesehen haben, war einfach eine Momentaufnahme. Dieser Trade ging voll auf. Das bedeutet jetzt auch nicht, dass Sie jedes Mal nach dem ersten Handelstagen im Montag auf einen fallenden S&P setzen sollen. Umgekehrt kann dieses Spiel zwar funktionieren, ist aber definitiv keine zu empfehlende Strategie.

Auch wenn der Gedanke natürlich nicht von der Hand zu weisen ist. Wenn die gezeigte Strategie den S&P 500 auf Sicht von Jahrzehnten schlägt, muss der Index einfach zwischen der ersten und der letzten Handelswoche eines Monats eher verlieren. Irgendwo müssen die Prozentpunkt schließlich herkommen.

Hier gilt es aber nicht das Rad neu zu erfinden. Wenn Sie wissen, dass eine Handelsstrategie auf Dauer funktioniert, nutzen Sie einfach diesen Wissensvorsprung. Begeben Sie sich nicht in ungekannte Gewässer. Wenn Sie sich selbst die Mühe machen wollen und die Daten analysieren – vielleicht entdecken Sie sogar eine bestimmte Tendenz, an welchen Monaten der S&P in den mittleren Wochen des Monats eher fällt.

So „einfach“ entstehen Handelsstrategien. Wer Spaß daran hat, mit dieser Menge an Daten zu spielen, wird immer fündig werden. Die Frage am Ende ist dabei nur, ob sich eine vernünftige Strategie daraus ableiten lässt und wie zuverlässig sie ist. Behalten Sie außerdem im Hinterkopf, dass die Ergebnisse aus der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft darstellen.

Ändern beispielsweise Notenbanken ihre Geldpolitik, können daraus auch wieder neue Systeme entstehen, während andere Strategien danach einfach nicht mehr funktioniert.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.