Hexagon-Aktie schießt nach Übernahme-Gerüchten hoch

Der schwedische IT-Konzern Hexagon prüft Insidern zufolge einen Verkauf. Die Story ist schlüssig, die Aktie schießt hoch. Hier alles Weitere: (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Zu Beginn der Woche hatte ich Ihnen von der NXP-Übernahme durch Qualcomm im Volumen von 31 Mrd. Dollar berichtet.

Die Schlagzahl in der Branche ist extrem hoch und in der Pipeline befindet sich noch ein weiterer Deal im Volumen zwischen 18 und 27 Mrd. Dollar.

Nachdem der japanische Technologie-Konzern Toschiba seine Chip-Sparte zum Verkauf stellte, warten die Investoren auf das erfolgreiche Ende des Verkaufs-Prozesses.

Es heißt, dass  Chip-Riese Foxconn ein Bieter-Konsortium anführen will, das sich den Toschiba-Bereich schnappt.

Zu dem Konsortium soll auch Smartphone-Hersteller Apple und der IT-Konzern Dell gehören. Darüber hinaus gebe es Gespräche mit Alphabet (Google), Microsoft und Cisco Systems.

Abseits des Bieter-Konsortiums werden neben Finanz-Investoren auch Western Digital, Micron und Broadcom als Käufer gehandelt.

Wer das Rennen gemacht hat, soll  in den kommenden Tagen feststehen.

Kurze Zeit später könnte es schon den nächsten Deal im 2-stelligen Milliarden-Bereich geben. Es heißt, dass der schwedische Sensor-Produzent Hexagon einen Firmen-Verkauf ins Auge fasst.

Hexagon-Spitze nach Insiderhandel-Vorwürfen geschwächt

Die Übernahme-Story ist schlüssig.

Nachdem Insiderhandel-Vorwürfe die Hexagon-Führungsspitze in Bedrängnis brachte, könnte der IT-Konzern durch einen Deal wieder Ruhe ins Unternehmen bringen.

Dem langjährigen Konzernchef Ola Rollen soll im Herbst der Prozess gemacht werden, was die operativen Geschäfte belasten könnte.

Das Management hält zwar an Rollen, der sich keiner Schuld bewusst ist, fest, dennoch sorgen die Vorwürfe für Unsicherheit unter den Investoren.

Nach seiner zwischenzeitlichen Verhaftung gab die Aktie in der Spitze bis zu 25% nach und erholte sich nur mühselig.

Aufsichtsrats-Vorsitzender muss zurücktreten

Als weiteres Indiz für einen Unternehmens-Verkauf wird der Rücktritt des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Melker Schörling gewertet, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste.

Schörling verfügt über einen 26%-Aktienpaket und kontrolliert fast 47% der Hexagon-Stimmrechte.

Wenn der Großaktionär nicht mehr voll seinen Aufgaben nachkommen kann, ist ein Verkauf des Pakets eine durchaus denkbare Option.

Investoren preisen Übernahme-Chance ein

Melker Schörling teilte mit, dass er Übernahme-Spekulationen über seine Beteiligungen grundsätzlich nicht kommentiere.

Auch Hexagon hält sich bedeckt. Der Konzern prüfe regelmäßig verschiedene Optionen, um die Position und den Wert für die Aktionäre zu verbessern.

Investoren wittern dennoch einen Deal. An der Heimatbörse in Stockholm schießt die Hexagon-Aktie am Mittag um 12% nach oben.

Mit einer Marktkapitalisierung von 15,7 Mrd. Dollar ist im Falle eines Deals das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Es heißt, dass Hexagon einem Käufer bis zu 20 Mrd. Dollar wert sein könnte.

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Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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