Hexensabatt: So viel Bewegung brachte heute der große Verfall

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Solange wir kein eindeutiges Signal haben, dass der DAX seine Seitwärtszone verlässt, dürfen wir auch nicht aktiv werden. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Heute wurde abgerechnet. Zwischen 11 Uhr 50 und 12 Uhr die Index-Optionen auf EuroStoxx 50 und Stoxx 50; um 13 Uhr kamen DAX und TecDAX an die Reihe; 13 Uhr 05 folgt der MDAX und um 17 Uhr 30 die Aktien zur Xetra-Schlussauktion.

DAX im 15 Minuten-Chart

Hier sehen Sie die aktuelle Woche. Gestartet sind wir bei 13.338 am Montag. Zwischendurch gab es ein Tief bei 13.036 Punkten am Donnerstagmorgen. Und das war es dann auch schon wieder.

Der DAX rechnete heute also um 13 Uhr im Bereich um 13.250 Punkten ab. Danach ging es jetzt bis zum Xetra-Schluss nach unten. Doch wieder einmal kamen bei 13.140 Punkten Käufer in den Markt. Das haben wir auch schon am Dienstag gesehen. Diese Stelle ist demnach weiterhin wichtig – selbst, wenn der Tagesverlauf am Donnertag diese Zone weitgehend ignoriert hat.

DAX im 2 Stunden-Chart nach dem Hexensabatt

Das übergeordnete Bild hat sich natürlich nicht geändert. Wir eiern weiterhin zur Seite ohne uns auch nur für eine Richtung zu entscheiden.

Die markierten Rechtecke waren das höchste der Gefühle seit Monaten. Und der DAX macht auch keinerlei Anstalten diese Hochs abzuhängen.

Solange wir also nicht über 13.460 einen Tag beenden, wird das auch vorerst nichts mit einem weiteren Anstieg. Davor ist der Bereich um 13.330 eine schier unüberwindliche Zone. Die konnte der DAX einmal per Kurslücke überspringen, doch wurde er danach sofort wieder nach unten gedrückt. Damals ging es zurück auf die untere Trendlinie.

Diese rückt jetzt weiterhin näher und verläuft derzeit bei etwa 13.000 Punkten. In der nächsten Woche könnte es somit durchaus sein, dass die Bären Ihre Chance wittern und wir die Linie testen. Vielleicht unterbieten wir sie sogar. Das wäre dann natürlich ein möglicher Startschuss für eine deutlichere Korrektur.

Doch soweit ist es noch nicht. Nur weil der DAX nach dem Verfall meist etwas nachgibt und die Chance auf der Unterseite auch zur Saisonalität passt, müssen Sie nicht sofort short gehen.

Etwas Geduld brauchen wir noch. Auch wenn es immer zäher wird. Doch solange wir kein eindeutiges Signal haben, dass der DAX seine Seitwärtszone verlässt, dürfen wir auch nicht aktiv werden. So langweilig das auch ist.

Grenke macht neues Tief

Spannender ist es auf jeden Fall beim MDAX-Unternehmen Grenke. Darüber hatte ich am Dienstag geschrieben. Nach der Attacke eines Shortsellers sind die Aktien auf ein neues Tief gefallen.

Die Unterstützung bei 40 Euro hat nur kurz gehalten. Zwischenzeitlich standen wir gestern schon bei 24 Euro! Hier wird es interessant, ob sich der Aktienkurs bald auf den von Wirecard reimt.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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