Hexensabatt: So wurde abgerechnet | Rohöl fällt zum Wochenende

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Einen richtigen Handelstag haben wir ja noch vor Weihnachten. Am Montag ist der 23. Dezember. Da kann noch ein wenig passieren. Tendenziell eher Richtung 13.400 Punkte. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Unter 13.000 Punkte wurde heute abrechnet. Sie sehen den intraday Tagesverlauf des DAX. Unten eingezeichnet, ist das gehandelte Volumen. Hier sehen Sie genau, wann die Kontrakte abgerechnet wurden.

DAX Hexensabatt – der letzte des Jahres

Wie Sie gut erkennen, werden die Kurse hier an die wichtigen Marken bewegt. Ansonsten ist fast keine Bewegung im Markt. Vor allem nach der Abrechnung um kurz nach 13 Uhr. Da pendelte der DAX gerade einmal 20 Punkte in den folgenden Stunden.

Und jetzt gerade um 17 Uhr 30, als die Optionen auf die DAX-Aktien abgerechnet wurden, war auch noch einmal etwas Action zu sehen. Das war es dann wohl auch erst einmal. Jetzt können die Kurse laut den Stillhaltern wohl wieder über 13.300 Punkte notieren. Gestern wurde der DAX wohl zur Sicherheit etwas nach unten gedrückt. Jetzt hat er wieder freie Fahrt.

Einen richtigen Handelstag haben wir ja noch vor Weihnachten. Am Montag ist der 23. Dezember. Da kann noch ein wenig passieren. Tendenziell eher Richtung 13.400 Punkte – aber wer weiß das schon. Die Börsen sind aktuell gefühlt im Winterschlaf. Die wichtigsten Ereignisse wurden in den letzten Tag noch schnell abgehakt.

Der Deal mit China über die Strafzölle steht offenbar. Brexit wird stattfinden. Da reicht den Märkten vorerst. Viel mehr Drama muss jetzt zum Ende des Jahres auch nicht mehr sein.

Der Dow Jones stieg heute um 0,33 Prozent; der NASDAQ um 0,31 Prozent. Die Luft ist ein wenig raus. Und dass, obwohl Donald Trump jetzt das Impeachment-Verfahren am Hals hat. Aber so richtig dramatisch ist das ja auch nicht. Dazu bräuchten die Demokraten die Mehrheim im Senat und die fehlt ihnen gewaltig. Solange der Senat der Amtsenthebung aber nicht zustimmt, verläuft das Theater im Sande.

Das weiß wohl auch Nancy Pelosi und zögert deshalb künstlich heraus, dem Senat ihre Unterlagen zu geben. Nur so kann die Amtsenthebung überhaupt weitergehen. Es wird bereits vermutet, dass es gar nicht dazu kommt, sondern dass es nur ein politisches Geplänkel ist, mit dem wir im kommenden Jahr bis zur Wahl genervt werden sollen.

Es ist natürlich auch dünnes Eis, wenn man dem Präsidenten Machtmissbrauch vorwirft, während einer der Top-Kandidaten der Demokraten genau das zugegeben hat. Joe Biden hat sich öffentlich dazu bekannt, wie er die Ukraine unter Druck gesetzt hat und ihnen die finanzielle Hilfe entziehen wollte, wenn sie nicht macht, was er sagt. Ganz abgesehen von den Geschichten seine Sohnes, der fleißig am ukrainischen Gas verdient.

Hier ist definitiv keiner unschuldig und die richtige Schlammschlacht geht wohl erst im kommenden Jahr los, wenn wir auf die Wahl im November zusteuern.

Rohöl wird gelöscht

Die Überhitzung hat jetzt wohl ein Ende. Nach einem Aufwärtstrendkanal folgt ein wesentlich steiler Aufwärtstrendkanal. Aus diesem sind wir heute nach unten ausgebrochen. Jetzt ist also die Rallye vorerst beendet.

Mögliche Kandidaten für einen Rücklauf habe ich Ihnen bereits eingezeichnet. Als Basis nehmen wir hier das Fibonacci-Retracement mit Start der steilen Rallye. Das war nämlich gleichzeitig ein Widerstandsbereich aus dem die Kurse nach oben geschossen sind.

Wie Sie sehen, haben wir das 50er Retracement bereits heute schon erreicht. Vielleicht folgt noch die 59,7 US-Dollar-Marke in der kommenden Woche. Danach könnte es schon wieder leicht steigen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.