Hexensabbat an der Börse: Sorgen Sie für den großen Verfallstag vor

Am „doppelten“ Hexensabbat – heute am Freitag – laufen viele Wetten an den Aktienbörsen aus. Damit werden Termingeschäfte zerstört – und die Aktienkurse unter Druck gesetzt.

Mittel- und langfristig spielt dies für die Vorsorge, für Ihre Vorsorge keine Rolle, wenn Sie die guten Bilanzdaten zugrundelegen. Die Aussichten bleiben auch nach dieser Woche gut.

Terminwetten hatten Japan nicht auf dem Zettel

Institutionelle Investoren, die Termingeschäfte eingehen, werden mit dem Freitag Geld verlieren. Dies hängt mit dem Verfallstag zusammen, an dem die Termingeschäfte auf Kurserwartungen abgerechnet werden.

Diese Termingeschäfte konnten die Japan-Entwicklung nicht einkalkulieren. Daher wird eine Menge Kapital vernichtet – die Termingeschäfte sind nichts mehr wert.

Auf diese Weise entsteht zum Wochen-Ende ein besonderer Kursdruck, der nichts mit den eigentlichen Werten an den Aktienbörsen zu tun hat. Sie brauchen sich nicht an den aktuellen Kursentwicklungen zu orientieren.

Entscheidend sind andere Bewertungsmaßstäbe, die Sie in den Bilanzen jetzt schon erkennen können. Die Gewinne der Unternehmen werden sich durch diese Woche kaum ändern.

Meine Empfehlung: orientieren Sie sich auch am Ende dieser Woche an dem, was Kurse langfristig auf die richtige Spur bringt. An Bilanz- und Gewinndaten.

Konjunkturdaten heute und in den nächsten Tagen…

Genau dazu gibt es heute US-Konjunkturdaten und in der nächsten Woche weitere Konjunkturdaten aus Deutschland. Diese Daten werden erst das zeigen, was im Februar passiert ist.

Daher wird die Reaktion nicht 1:1 die Aussichten zeigen, sondern auch die kurzfristigen Erwartungen zu Japan. Auf der anderen Seite rechne ich besonders für die USA mit einem kleinen Aufschwung in den Februar-Zahlen.

Genau damit aber kalkulieren institutionelle Investoren wie Fonds und große Pensionskassen. Überlagert von den kurzfristigen Daten wegen Japan werden diese Aussichten die kommenden Kurse bestimmen.

Meine Empfehlung: achten Sie auch auf die deutschen Daten, die am Dienstag und Mittwoch kommen werden. Einzelhandelsumsätze sowie Erwartungen. Dazu kommen Produktionszahlen aus China, die Einiges über die Inflation aussagen werden.

Aussicht: weiter investieren

Da die Aussichten – bis auf die Japan-Situation – aufgrund der Zahlen, die jezt kommen, stimmen werden, bleiben wir in Sachwerten investiert. Sachwerte sind Aktien, sind Substanz-Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV).

Hohe Dividendenrenditen können Sie gleich in den nächsten Tagen mitnehmen. Die nächsten Hauptversammlungen stehen an. Vor allem ein Rückversicherer wird Ihnen direkt eine hohe Dividendenrendite bescheren. Sehen Sie sich hier im kostenfreien 30-Tage-Gratis-Test des „Neuen Deutschen Geldanlagebriefs“ alles selbst an.

Auf der anderen Seite steht die soziale Katastrophe in Japan. Mit der Vorsorge wird dieses Wochenende wenig zu tun haben – hoffen wir trotzdem auf ein vergleichsweise gutes Ende.

Übrigens: Vorsorge für Selbstständige, Unternehmer, Freiberufler und Verantwortliche 2011 heißt meiner Meinung nach – investieren Sie mit Blick auf mindestens 1 bis 3 Jahre. Dies ist gerade in der aktuellen Situation sehr aussichtsreich.


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18. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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