Hier crasht es richtig

Der Empire State Index ist eingestürzt. Er zählt als Frühindikator zu den wichtigsten, wenn es um die künftige Entwicklung der Wirtschaft geht. (Foto: Tchoupis / Shutterstock.com)

Der Empire State Index ist eingestürzt. Er zählt als Frühindikator zu den wichtigsten, wenn es um die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft geht.

Der Index analysiert speziell das produzierende Gewerbe im gesamten Bundesstaat von New York.

Dabei werden Unternehmen u. a. über Lagerbestände und Auftrags-Eingänge befragt.

Nicht negativ, aber deutlich zurückgegangen

Während ein negativer Empire State Index für ein Schrumpfen der Wirtschaft steht, sind positive Zahlen entsprechend ein Signal für Wirtschafts-Wachstum.

Allerdings ist es schon entscheidend, wenn der Index im Juni noch deutlich auf 19,8 Punkte angestiegen ist.

Zudem haben die Experten nur mit einem Rückgang auf 15,0 Punkte gerechnet. Tatsächlich aber ging der Index um satte 10 Punkte zurück.

Wir befinden uns jetzt also bei 9,8 Punkten. Dass es einen solch starken Rückgang mitten im Sommer gibt, scheint nach einer riesigen Überraschung auszusehen.

Da scheint sich ein bisschen viel Fluktuation eingemogelt zu haben. Oder ist das nur der Ausgleich für die Juni-Zahlen?

Hier war nämlich die Prognose 4,0 Punkte und tatsächlich sind wir ja bei 19,8 Punkten gelandet.

Die Prognose ist bei diesem Index allerdings eher nebensächlich. Allein in den vergangenen 6 Monaten lagen die Experten nur 1x weniger als 2 Punkte daneben.

10 Punkte neben der Vorhersage sind gar keine Seltenheit – aber lassen wir die rätselratenden Ökonomen einmal außer Acht.

Was bleibt, ist ein vermeintlicher Einbruch in der US-Wirtschaft in einer Zeit, in der die Barden an der Wall Street Lobeshymnen auf Donald Trump singen.

Wir müssen dieses Vorzeichen im Auge behalten:

Falls der Juni einfach nur ein Ausreißer war, erleben wir in den USA doch keinen Boom – auch wenn die US-Indizes an der Börse etwas anderes verkünden.

Doch hier ist aktuell etwas Ruhe eingekehrt. Der S&P 500 verliert heute 0,5%, während der Dow Jones auf der Stelle tritt.

Einzig der NASDAQ bekommt neues Leben oder auch nicht – je nachdem, wie Sie ein Plus von 0,1% interpretieren möchten.

Silber und Platin ziehen an

Werfen wir noch einen Blick auf die Rohstoffe:

Silber ist heute knapp 1,5% im Plus – dümpelt damit aktuell etwa auf dem Niveau des Jahresbeginns herum.

Kurse über der 18-US-Dollar-Marke wurden im Frühjahr gesehen. Aktuell liegen wir mit 16,2 US-Dollar pro Unze noch weit davon entfernt.

Ähnlich sieht es übrigens auch bei Platin aus: Das Edelmetall hat heute ebenfalls über 1% dazugewonnen. Das ist für seine Verhältnisse relativ viel.

Bewegt sich Platin doch seit fast 1 Jahr im Bereich zwischen 890 und 1.020 US-Dollar. Die wilden Zeiten sind, genauso wie im Silber, scheinbar vorerst vorbei.

Frühindikator Kupfer

Spielen wir einmal Kupfer gegen den Empire State Index: Das Metall gilt ebenfalls als ein Frühindikator und dieser erzählt eine andere Geschichte:

Kupfer läuft seit Mai stabil nach oben und im Gegensatz zu dem Empire State Index ist hier kein Einbruch erkennen.

Die Weltwirtschaft scheint also noch zu funktionieren, auch wenn der Bundesstaat New York eine kleine Pause einlegt.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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