Hier der Beweis: Sichere Rendite auch in Krisenzeiten

In der Krise auf Dividendenzahler setzen – diesen Satz haben Sie in den vergangenen Wochen sicherlich des Öfteren gelesen und gehört.

Dass dieser Tipp aber durchaus einer der besten, wenn nicht sogar der beste Börsentipp überhaupt ist, zeigt sich auch heute wieder einmal.

BASF erlitt 2015 einen deutlichen Gewinn-Einbruch – dennoch kündigte der Chemie-Riese heute eine satte Dividenden-Erhöhung an:

Die Ausschüttung soll um 10 Cent auf 2,90 € erhöht werden. Aktuell bedeutet das eine Dividendenrendite von 4,8%.

Angesichts der Nullzins-Phase ist dies ein starker Zinsertrag, den Sie hier als Anleger erzielen. Und diese Dividende ist gleichzeitig eine Sicherheit, wenn die Kurse so nachgeben wie in den vergangenen Wochen.

Die BASF-Aktie selbst erreichte vor 2 Wochen bei 56,01 € ein 4-Jahrestief – nun scheint aber die seit April 2015 anhaltende Talfahrt gestoppt.

Jahres-Überschuss liegt bei 4 Mrd. €

Ende Januar geriet die Aktie noch einmal deutlich unter Druck, als BASF überraschend eine Gewinn-Warnung für das Jahr 2015 herausgab

Heute Vormittag bestätigte der DAX-Konzern die Eckzahlen für 2015: Der Jahres-Überschuss sank wegen des Ölpreis-Verfalls kräftig um 23% auf rund 4 Mrd. €.

Wertberichtigungen im Öl- und Gasgeschäft sorgten zudem dafür, dass der Betriebs-Gewinn (EBIT) um fast 1/5 auf knapp 6,3 Mrd. € einbrach – der bereinigte Betriebs-Gewinn sank um gut 8% auf 6,7 Mrd. €.

Der Konzern-Umsatz ging im vergangenen Jahr um 5% auf 70,4 Mrd. € zurück.

Für 2016 erwartet BASF-Chef Kurt Bock sogar einen noch deutlicheren Umsatz-Rückgang wegen des Verkaufs des Gashandels- und Gasspeicher-Geschäfts an den russischen Energie-Konzern Gazprom.

Niedriger Ölpreis belastet

Entsprechend sorgenvoll blickt Bock auch auf die Gewinn-Entwicklung im laufenden Jahr.

Der um Sonder-Effekte bereinigte operative Gewinn (EBIT) soll leicht unter den 2015er-Wert von 6,7 Mrd. € fallen. Hauptgrund bleibt der niedrige Ölpreis, der die Öl- und Gas-Tochter Wintershall in hohem Maße belastet.

Auch das Chemikalien-Geschäft soll 2016 deutlich weniger einbringen – aber zumindest in den übrigen Sparten rechnet das Unternehmen mit Zuwächsen. Gegen den Negativtrend will Bock nun mit einem strengen Sparprogramm ankämpfen.

Dazu zählt auch ein deutlicher Schnitt bei den Investitionen: Im laufenden Jahr will BASF für den Bau und die Instandhaltung von Anlagen rund 1 Mrd. € weniger ausgeben als 2015.

Angesichts dieser eher tristen Aussichten ist die Dividenden-Erhöhung eine wichtige Unterstützung für den Aktienkurs.

Zumal sich die Situation für BASF vielleicht sogar schon im Laufe des 1. Halbjahres verbessert, wenn der leichte Aufwärtstrend bei den Öl- und Gaspreisen sich weiter verfestigt.

26. Februar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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