Hier duftet es nach Gewinnen

Wenn es um Düfte und Geschmack geht, denken viele Anleger an Symrise. Der Konzern wächst auch im Ausland. Eine Analyse für Anleger. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Duft- und Geschmacksstoffe sind heute schon längst nicht mehr die penetranten Ekelerreger vergangener Tage.

Wir alle werden uns an den ein oder anderen übertriebenen Kirsch- oder Himbeer-Geschmack aus vergangenen Zeiten erinnern, als künstliche Geschmacksstoffe mit dem Original nur im entferntesten Sinn etwas zu tun hatten.

Das hat sich heute klar geändert: Heutzutage gibt es die differenziertesten Geschmacks-Richtungen, die einerseits richtig gut schmecken und zugleich sogar noch ohne Zucker auskommen.

Konzern-Porträt Symrise

Ein Unternehmen, das in diesem Bereich führend ist, ist Symrise.

Die Symrise AG gehört mit einem Marktanteil von 11% zu den 4 weltweit führenden Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoff-Industrie.

Der Konzern verfügt über 2 Segmente: Scent & Care (Duftstoffe und Kosmetik-Ingredienzien) sowie Flavor & Nutrition (Geschmacksstoffe für Nahrungsmittel und Getränke).

Die Produkte werden von Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittel-Herstellern eingesetzt.

Die Profitabilität wächst

Symrise hat in den ersten 9 Monaten eine gute Geschäfts-Entwicklung hingelegt. Besonders überraschend waren die starken Wachstums-Impulse.

Der Umsatz stieg um fast 30% auf knapp 2 Mrd. €. Der Gewinn legte um 8,5% auf 1,54 € pro Aktie zu.

DAX-Unternehmen korrigieren ihre Prognosen, dieser MDAX-Wert liegt aber voll im PlanIm zweiten Quartal konnte Symrise seinen Umsatz auch dank eines Zukaufs um 10 Prozent auf 730,7 Mio. Euro steigern.  › mehr lesen

Beide Geschäftsbereiche konnten fast gleichermaßen zur profitablen Geschäfts-Entwicklung beitragen. Allerdings ist ein Großteil des Wachstums auf die Übernahme der Diana-Gruppe zurückzuführen.

Bereinigt um diesen Sondereffekt legte der Konzern-Umsatz noch um 12% zu, währungsbereinigt um 6%.

Damit wuchs der Konzern fast doppelt so schnell wie der globale Markt für Duft- und Aromastoffe, der auf knapp 2 bis 3% geschätzt wird.

Symrise profitierte besonders stark von der dynamischen Entwicklung in Lateinamerika. Hier legte der währungsbereinigte Umsatz um 39% zu.

Zum Vergleich: In Nordamerika und Europa lag das Wachstum bei 25 bzw. 21%. Dabei hat es Symrise geschafft, seine Profitabilität weiter zu verbessern. Die entsprechende EBITDA-Marge verbesserte sich auf 22,7%.

Das zeigt sich auch in der operativen Geschäfts-Entwicklung. Das EBITDA verbesserte sich um 30% auf 448,5 Mio. €. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Symrise mit einer anhaltend guten Entwicklung.

Symrise ist und bleibt für Anleger gutes Mittelmaß

Deutliche Sprünge wird der Konzern in den verbleibenden Wochen aber nicht mehr erzielen können. Allerdings zeichnen sich für das nächste Geschäftsjahr einige Widerstände ab.

Der Markt in China schrumpft, und durch neue Verordnungen könnte die Produktion in Europa beeinträchtigt werden. Wir erwarten daher nur eine durchschnittliche Kursentwicklung.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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