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Den Verlauf von schweren Krankheiten zu optimieren und das Leid der Patienten zu lindern, dieser Aufgabe hat sich Gilead Sciences verschrieben. Mit Erfolg. Auch für Anleger. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Noch vor dreißig Jahren war eine HIV-Infektion für viele Menschen das sichere Todesurteil. Heute sieht die Situation anders aus. Zwar ist eine aufwändige Medikation nötig, doch hat sich die Lebenserwartung von HIV-Patienten deutlich erhöht. Die Anzahl der Viren lassen sich sogar unter die Nachweisgrenze drücken. Ähnlich ist die Situation bei Hepatitis. Zwar bleibt die Lebererkrankung unabhängig von ihrer Ausprägung wie auch HIV eine schwerwiegende Erkrankung, doch sind die Therapien in den letzten Jahren immer besser geworden.

Maßgeblichen Anteil daran hat Gilead Sciences. Gilead Sciences entwickelt Therapeutika gegen Krebs und Infektionskrankheiten wie Grippe, Hepatitis und HIV. Im Bereich HIV ist Gilead Marktführer. Gilead verfügt zurzeit über mehrere marktreife Produkte: Harvoni, Sovaldi, Atripla, Tamiflu, Vistide, Stribild, Hepsera, Atripla, Truvada und Emtriva. Die Produkte werden weltweit vermarktet. Roche, Pharmacia und Bristol-Myers Squibb sind strategische Partner.

Neue Medikamente sind in der Pipeline

Gilead sieht nach 2 schwierigen Geschäftsjahren wieder besseren Zeiten entgegen. In 2017 führten die anhaltenden Umsatzverluste mit Hepatitis-C-Mitteln zu einem weiteren Umsatzrückgang auf 26,1 Mrd $. Zudem musste Gilead aufgrund der Steuerreform in den USA einen hohen Einmalaufwand im 4. Quartal verkraften. Aufgrund des hohen Anteils des Hepatitis-Geschäfts am Konzernumsatz war Gilead besonders von den staatlich verordneten Preissenkungen und der verschärften Konkurrenzsituation betroffen.

Das Schlimmste ist inzwischen verdaut. Trug das Segment vor 2 Jahren noch 60% zu den Produktumsätzen bei, waren es im 4. Quartal 2017 nur noch weniger als ein Viertel. Die Produkt-Pipeline ist weiterhin gut gefüllt. Im Oktober erhielt Gilead die Marktzulassung von der US-Gesundheitsbehörde für das Blutkrebsmittel Yescarta. Dabei handelt es sich um eine neuartige Krebsimmuntherapie, bei der gentechnologisch veränderte T-Zellen zum Einsatz kommen.

Das Forschungsfeld wurde jüngst durch die Übernahme von Kite Pharma gestärkt. Zudem befindet sich mit Filgotinib, das in Partnerschaft mit Galapagos entwickelt wird (ein aussichtsreicher Wirkstoff im Einsatz gegen Morbus Crohn und rheumatoide Arthritis) in der spätklinischen Forschungsphase III.

Niedrige Bewertung macht Hoffnung

Wir gehen davon aus, dass Gilead ab 2019 wieder in eine Wachstumsphase treten wird. Die umfangreichen Aktienrückkäufe werden mit zu einem Anstieg des Gewinns pro Aktie beitragen. Gilead ist fundamental sehr niedrig bewertet und verfügt über eine sehr hohe Liquidität. Dies sind wichtige Voraussetzungen für eine steigende Aktie. Vor allem die volle Produktpipeline macht große Hoffnung!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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