Hier gibt’s 5,7% Dividende

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Mögen Sie Spanien? Wir auch! Vor allem die Banken dort haben unseren Instituten etwas voraus – die Dividende. (Foto: Vitalliy /shutterstock.com)

Es war ein Paukenschlag! Die großen Notenbanken können sich wieder niedrigere Zinsen vorstellen. Sie fragen sich sicher „Noch niedriger?“ und sind mit Ihrer Verwunderung nicht allein. Doch wenn es in der Wirtschaft hakt, fühlen sich die Währungshüter in der Pflicht. So könnte nun in Europa und auch in den USA das Zinsniveau wieder sinken. Nicht kurzfristig, aber mittelfristig. Für Banken ist das eigentlich kein gutes Umfeld. Wir haben für Sie die Aktie der Banco Santander analysiert und erklären Ihnen, ob der Wert mehr bietet als 5,7% Dividendenrendite.

Übernahmen kosten Geld

Banco Santander Central Hispano (BSCH) ist nach der Fusion mit Central Hispano die größte Universalbank Spaniens und besitzt das größte Filialnetz außerhalb des Heimatmarktes mit den Schwerpunkten Europa und Lateinamerika. Kernbereiche sind das Retailbanking, Asset Management & Private Banking (inkl. Versicherungen), das globale Großkunden- Banking und Online Financial Services (inkl. Patagon). Die Banco Santander ist auch 2018 wieder gewachsen und betreut mittlerweile 144 Mio Kunden weltweit. D

ie geografisch breite Aufstellung hat sich als krisenresistenter Stabilitätsanker für das Institut erwiesen. Dennoch kämpft die Bank mit Gegenwind. Im 1. Quartal gingen die Bruttoeinnahmen um 0,5% auf 12,1 Mrd € zurück. Der Gewinn brach wegen höherer Steuern und Belastungen aus dem Verkauf von Immobilien um 10,4% auf 1,8 Mrd € ein. Die Integration des von der Deutschen Bank übernommenen Privatkundengeschäfts in Polen kostete ebenfalls zunächst Geld.

Ist Banco Santander eine Aktie für Sie?

Während Banco Santander in Brasilien, Mexiko und den USA mehr verdiente als im Vorjahr, ging der Gewinn in Großbritannien und Spanien zurück. Folgerichtig wird die Banco Santander im 2. Halbjahr ein Übernahmeangebot für Minderheitsaktionäre der mexikanischen Tochtergesellschaft machen. Die Bank sieht große Wachstumschancen in Lateinamerika. Auf dem europäischen Markt nimmt Santander aktiv an der bevorstehenden Bankenkonsolidierung teil und legt das Depotbankgeschäft mit der Crédit Agricole zusammen.

Die Verwahrung von Wertpapieren und dazugehörige Dienstleistungen gelten als margenschwach, jedoch mit gut planbaren Einnahmen. Gemeinsam wollen die Institute Größenvorteile nutzen und Wachstumschancen wahrnehmen. Die Aktivitäten der beiden Banken ergänzen sich gut. Es entsteht ein neuer Global Player. Am neuen Gemeinschaftsunternehmen hält Santander 30,5% und die Crédit Agricole 69,5%.

Angesichts der Herausforderungen im europäischen Bankensektor erwarten wir eine durchschnittliche Kursentwicklung. Banco Santander ist ein stabiler Wert, wird sich der miesen Stimmung aber nicht entziehen können. Die Dividende ist aber top!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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