Hier hat die Krise gnadenlos zugeschlagen

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Accessoires sind beliebt. Eine gängige Marke ist Fossil. Wie es um die Aktie steht, erklären wir Ihnen in unserer Analyse. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Wenn es darum geht, der Liebsten etwas zu schenken, fallen uns Männern oft nur die alten Bekannten ein: Parfum, Accessoires oder Blumen. Auf diese Einfallslosigkeit bauen Marken wie Fossil. Dort findet sich allerlei Schönes und Nützliches. Und wenn wir Männer eine neue Geldbörse benötigen, finden wir dort auch eine gute Auswahl. Doch wie kommt dieses Konzept am Markt an? Stimmen die Zahlen? Wir haben die Aktie für Sie ganz genau unter die Lupe genommen und wagen einen ungeschönten Blick auf die Zahlen.

Doch zunächst ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich. Fossil entwirft und vermarktet Uhren im mittleren Preissegment unter den Markennamen Fossil, Relics und FSL. Im höheren Preissegment sind Uhren von Emporio Armani und Michele Watches im Sortiment. Unter den Markennamen Fossil und Relics werden auch Ledergürtel, Handtaschen und Sonnenbrillen angeboten. Die Produkte sind in 92 Ländern der Erde erhältlich und werden vorwiegend in Warenhäusern und in Schmuckgeschäften verkauft.

Fossil macht Verlust

Der Umsatz 2019 belief sich auf 2,22 Mrd $, ein Rückgang von 12,7%. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf die anhaltende Schwäche des Großhandels zurückzuführen. Aber auch Uhren der älteren Generation verkauften sich schlechter. Ladenschließungen wirkten sich um 240 Basispunkte negativ auf den Umsatz aus. Der weltweite Einzelhandelsumsatz ging bei konstanten Wechselkursen um 4% zurück. Bis auf Asien war der Umsatz in den anderen Regionen rückläufig. Der Bruttogewinn verringerte sich von 1,3 auf 1,1 Mrd $. Der Rückgang war hauptsächlich auf Anpassungen der Lagerbestandsbewertung zurückzuführen.

Die Kosten dafür wurden teilweise durch ein höheres Margenumsatzwachstum in Asien ausgeglichen. Unterm Strich fuhr Fossil einen Verlust von 52,4 Mio $ ein. Anfang 2019 initiierte Fossil das Programm NWF 2.0 (New World Fossil Program), um bis 2021 die Betriebskosten um 200 Mio $ zu senken. 2019 wurden bereits Einsparungen von 50 Mio $ erzielt. Im laufenden Jahr sollen es 65 Mio $ werden. Aus Produktsicht erhielten die vernetzten Uhren (Smart-Watches) Technologie- Upgrades. Bei den klassischen Uhren gab es einige Innovationen.

Nehmen Sie bitte Abstand!

Ein pessimistischer Ausblick drückte den Aktienkurs auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren. Das Unternehmen rechnet wegen der Corona-Pandemie 2020 mit einem Umsatzrückgang von bis zu 21,6%. Sollten die Beeinträchtigungen über das 1. Quartal hinausgehen, ist eine weitere Senkung der Jahresziele wahrscheinlich. In Zeiten von Corona ist die Aktie nichts für uns. Investieren auch Sie bitte auf keinen Fall.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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