Hier locken süße Renditen

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In Zeiten von Lockdown und Jogginghose liegt der Griff zur Schokolade für Viele näher. Auch steht Ostern vor der Tür. Wir haben da einen Tipp für Sie! (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Die Krise betrifft Unternehmen aus vielerlei Branchen. Selbst Hersteller von Süßigkeiten dürften aktuell zittern. Warum? Fällt Ostern mit der Familie ins Wasser, könnte das Geschäft mit Schokohasen und Eiern ausbleiben. Andererseits könnte ein Lockdown-Ostern Eltern, Omas und Opas auch dazu animieren, dieses Mal besonders großzügig zu sein. Wie Oster wird,  steht wie so vieles in diesen Tagen in den Sternen. Wenn Sie in Unternehmen rund um Süßes investieren möchten, sollten Sie sich selbst Gedanken machen, wie sich die Nachfrage dieses Jahr entwickeln könnte. In der aktuellen Lage können auch Analysten keine besseren Schätzungen abgeben.

Wo es sich aber durchaus lohnt, auf Analysten zu hören, sind die fundamentalen Rahmenbedingungen von Unternehmen. Wir haben die Aktie von Lindt & Sprüngli unter die Lupe genommen und für Sie ganz genau hingeschaut.  Das 1845 gegründete Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Schokoladenprodukten und Spezialitäten der gehobenen Preiskategorie. Zu den bekanntesten Produkten gehören Fioretto, Lindor sowie der Gold-Osterhase mit Glöckchen. Die Produktions- und Vertriebsfirmen werden unter dem Dach einer Holding geführt. Darüber hinaus vertreibt der Konzern sein Angebot über selbstständige Handelsunternehmen.

Lindt punktet mit Premium

Lindt hat im vergangenen Jahr enttäuscht. Nach vorläufigen Zahlen hat der Konzern 10,9% weniger umgesetzt. Organisch betrug der Rückgang 6,1%. Zur Gewinnentwicklung hat sich Lindt noch nicht geäußert, geht aber davon aus, das anvisierte Ziel einer operativen Marge von 10% erreicht zu haben. Den Gewinn schätzen wir auf 325 Mio SFr. Trotz Umsatzrückgangs hat der Konzern in nahezu allen Ländern Marktanteile gewonnen.

In vielen Ländern Europas sowie in China und Japan ist der Umsatz organisch sogar gewachsen. Denn nach dem pandemiebedingten Einbruch zu Ostern hat sich das Geschäft in der Folgezeit kontinuierlich erholt. Besonders gut entwickelte sich das wichtige Premium-Segment. Zudem profitierte Lindt von der gestiegenen Nachfrage nach Produkten für den Eigenkonsum.

Im Einzelhandel waren vor allem die Marken Lindor und Excellence gefragt. Auf die globalen Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie reagierte der Konzern unter anderem mit dem Ausbau des Online- Handels. Die Umsätze in diesem Vertriebskanal verdoppelten sich und machen bereits 5% des Gesamtumsatzes aus.

Mittel- und langfristig bleibt Lindt ein Top-Investment

Das eigene Filialnetz litt dagegen unter zeitweisen Schließungen und geringer Kundenfrequenz. Das Geschäft in den Duty-free-Läden kam ebenfalls nahezu zum Erliegen. Im laufenden Jahr und den kommenden Jahren erwartet das Management wieder ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7% sowie eine stetige Verbesserung der operativen Marge auf 15%. Jahresumsatz und Ausblick kamen an der Börse nicht gut an. Die Aktie geriet unter Druck. Mittel- und langfristig bleibt Lindt aber ein Top-Investment im Nahrungsmittel-Bereich – trotz Krise!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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