Hier steht der Goldpreis im Jahr 2030

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Die Experten der Weltbank haben eine langfristige Prognose für den Goldpreis veröffentlicht. Dabei erwarten sie einen klaren Rückgang. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Wo steht der Goldpreis in einem Monat? Diese Frage lässt sich kaum beantworten – vor allem wenn es um konkrete Werte und nicht nur um die allgemeine Richtung geht. Aber wie es langfristig weitergeht, ist da nach Ansicht vieler Experten schon deutlich einfacher zu sagen.

Hier spielen dann Verschiebungen beim Angebot und der Nachfrage doch eine deutlich größere Rolle. Oft haben diese Prognosen aber nur einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren im Fokus. Doch wo der Goldpreis im Jahr 2030 steht, ist nur sehr selten Inhalt von neuen Studien.

Doch genau mit dieser Frage hat sich die Weltbank schon vor geraumer Zeit beschäftigt. Dabei erwarten die Experten für das laufenden Jahr sogar noch einen klaren Rückgang auf einen Durchschnittspreis von 1.206 Dollar. Auch 2019 soll sich die negative Tendenz weiter fortsetzen mit einem Durchschnittspreis von nur noch 1.187 Dollar.

2030 steht der Goldpreis nur noch bei 1.000 Dollar – sagt die Weltbank

Die Weltbank blickt dann noch viel weiter in die Zukunft. In dem aktuellen Ausblick wird sogar eine Prognose für das Jahr 2030 abgegeben. Danach soll der Goldpreis bis dahin auf nur noch 1.000 Dollar pro Unze absinken. Gerade die letzte Zahl ist schon sehr erstaunlich für mich. Viele andere Experten sehen gerade mittel- bis langfristig positive Aussichten für den Goldpreis.

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Die weiterhin starke Investmentnachfrage trifft eben schon heute auf ein mehr oder weniger stagnierendes Angebot. Diese Lage soll sich innerhalb der kommenden 10 Jahre weiter verschärfen. Davon sind viele Experten überzeugt. In einem solchen Umfeld sind dann aber auch steigende Preise beim Gold zu erwarten. Insofern nehmen die Weltbank-Experten hier schon eine Gegenposition zur Mehrheit der Experten ein.

Grundsätzlich weisen sie auch auf mögliche positive Faktoren für den Goldpreis hin. Dazu gehören die weiter um sich greifenden geopolitischen Spannungen, Verzögerungen bei den derzeit zu erwartenden Zinsanhebungen durch die Zentralbanken und ein klarer Rückgang bei der Minenproduktion. Das Abwärtsrisiko könnte durch ein stärkeres Wachstum der Wirtschaft, schnellere Zinsanhebung als erwartet vor allen Dingen in den USA und eine schwächere physische Nachfrage vergrößert werden.

Eine Sache muss Ihnen allerdings bei dieser Prognose auch klar sein: Auch die Experten der Weltbank haben keine Glaskugel und können die Weiterentwicklung des Goldpreises direkt vorhersagen. Insofern ist auch dieser Ausblick nur ein weiterer Mosaikstein im großen Bild der existierenden Prognosen.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.