Gilead Aktie: Hier winken 30% Rendite

Wenn Sie denken, dass Aktien wie Facebook und Alphabet in den vergangenen 5 Jahren Kursraketen waren, dann schauen Sie sich den Kursverlauf von Gilead Sciences einmal genauer an.

Die Aktie hat sich seit 2011 zeitweise mehr als versiebenfacht. Zuletzt hat der Kurs federn gelassen. Genau das ist aber ein Grund ganz genau hinzuschauen.

Gilead Sciences wurde erst 1987 gegründet

Gilead Sciences hat sich in den vergangenen 29 Jahren wie kaum eine andere Biotech-Gesellschaft entwickelt und ist heute mit rund 4.600 Mitarbeitern auf 4 Kontinenten aktiv.

Das Unternehmen erforscht, entwickelt und vertreibt Medikamente gegen lebensbedrohliche Krankheiten des Menschen, für die es bisher keine Therapie gab.

Zu den Krankheiten zählen vornehmlich:

  • HIV/Aids,
  • Leber-Schädigungen wie Hepatitis,
  • Atemwegs-,
  • Herz- und Stoffwechsel-Erkrankungen
  • sowie Krebs
  • und Entzündungen.

Das Medikamenten-Portfolio umfasst 15 vermarktete Wirkstoffe. In der Produkt-Pipeline befinden sich mehr als 70 weitere Wirkstoffe.

Marktführende Position

Der Erfolg von Gilead Sciences begründet sich in der marktführenden Position der HIV-Medikamente.

Der Konzern vertreibt 5 verschiedene HIV-Therapien, von denen jede im Geschäftsjahr 2015 mehr als 1 Mrd. $ Umsatz eingefahren hat.

Diese Medikamente sind:

  • Atripla,
  • Truvada,
  • Stribild,
  • Complera
  • und Viread.

Verteilt auf diese marktführenden HIV-Behandlungen erzeugt Gilead Umsätze von rund 11 Mrd. $ pro Jahr. Das sind Ergebnisse, die jeden Mitbewerber vor Neid erblassen lassen.

Eigentlich sollten die Erfolge bei der Behandlung von HIV schon ausreichen, um Gilead einen Platz ganz oben zu sichern.

Aber seine Position als Biotechnologie-Konzerne der 1. Liga wurde durch den Aufstieg von Gilead zu einem führenden Anbieter im Bereich Hepatitis C massiv gestärkt.

Gilead setzt noch einen drauf

2012 gab Gilead Sciences mehr als 11 Mrd. $ für Pharmasset aus, um sich damit das vielversprechende Hepatitis C-Medikament Sofosbuvir von Pharmasset zu sichern.

Diese Übernahme des Konkurrenten erwies sich als Glücksgriff:

Die Heilungsrate von Sofosbuvir lag bei 90% und führte im Dezember 2013 zu einer FDA-Zulassung. Umbenannt in Sovaldi brachte das Medikament 2015 einen Umsatz von 5,3 Mrd. $ ein.

Dieser Erfolg war ein wichtiger Triumph, aber Gilead setzte noch einen oben drauf und erzielte einen weiteren wichtigen Gewinn, als die FDA auch dem HCV-Medikament in der 2. Generation, Harvoni, die Zulassung erteilte.

Mit einer Heilungs-Quote im hohen 90%igen Bereich hatte Harvoni unmittelbaren Erfolg und brachte Gilead damit einen Umsatz von 13,9 Mrd. $ ein.

Biotech und Dividende passen nicht zusammen

Bei Biotech denkt man vielleicht nicht gleich an Dividenden – falsch gedacht: Seit dem 2. Quartal 2015 schüttet der Konzern eine Dividende aus.

Den Aussagen von CFO Robin Washington zufolge wird Gilead für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,85 $ pro Aktie zahlen.

Ihre Dividendenrendite beträgt 2,4%. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 7 lohnt sich ein Einstieg. Da liegen wenigstens 30% Kursrendite für Sie drin.

10. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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