Hintergrund: hier die Gesamtverschuldung der EU – unbekannte Zahl und

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Überall sind die Staatsschulden ein großes Thema - um die Gesamtschuldenquote der EU kümmert sich kaum jemand. Wir schon und haben ermittelt (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Schuldenquote zeigt an, wie hoch die Verschuldung bezogen zum jährlichen BIP ist. Studien und Simulationen zeigen:

ab einer Schuldenquote von 90 Prozent bekommen Staaten die neuen Schulden, Zinsen und Steuern nicht mehr in den Griff. Seien Sie auf der Hut und investieren jetzt schon absichernd – in Immobilien.

Staatsverschuldung: EU-Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Die Schuldenquote der EU liegt kaum 20 Prozent-Punkte unter der von Griechenland. Aktuell gehen wir von einer EU-Schuldenquote in Höhe von 80 Prozent aus. Schon dies ein nahezu unglaublicher Betrag.

Staatsverschuldung EU fast so hoch wie Griechenland

Wir alle nähern uns jedoch “Griechenland” und seinen Verhältnissen. Nach den aktuell schon vorliegenden Programmen geht es in der gesamten EU so weiter:

2011 = 85 Prozent, 2012 = 88 Prozent, 2013 = 90 Prozent. Dies die optimistischen Schätzungen. Steigen jedoch die Zinsen schneller als gedacht, erhöht sich die Schuldenquote noch.

Schützen Sie sich. Investieren Sie noch vor einem Zinsanstieg, beispielsweise in Immobilien. Die sind in Deutschland weiterhin sehr günstig – für die meisten Gebiete zeigen alle Studien in den nächsten 10 bis 15 Jahren steigende Preise.

Das vereinigte Schulden-Europa

Die Eurostat-Behörde in Brüssel veröffentlicht am laufenden Band Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung in der EU. Sehr oft nimmt die Öffentlichkeit kaum Notiz davon. Doch heute ist das anders.

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Mit den Zahlen zur aktuellen Schuldenentwicklung schafft es die Eurostat heute sogar in die Nachrichten in Fernsehen und Radio. Kein Wunder, denn die angehäuften Schulden in der EU habe 2009 neue Rekordhöhen erreicht.

Erst einmal die gute Nachricht: auch nach den Prüfungen durch die Statistikexperten in Brüssel haben die griechischen Zahlen weiter bestand. Die Zeiten der kreativen Statistik sind damit wohl in Athen vorbei. Das war es aber auch schon mit dem Positiven. Vielmehr hat es 2009 in ganz Europa eine deutliche Ausweitung der Schulden gegeben.

Beispiel Griechenland:

In Griechenland lag die Neuverschuldung bei 15,4% des Bruttoinlandsprodukts. Direkt danach folgt schon Irland mit 14,4% Defizit. Auch bei den Gesamtschulden nimmt Griechenland den Spitzenplatz ein. So bringt es das strauchelnde Land auf eine Quote von 126,8% des BIP. Danach folgen Italien mit 116% und Belgien mit 96%.

Diese heftigen Zahlen einiger Länder drücken auch die gesamte EU und Euro-Zone nach unten. So liegt die Euro-Zone bei der Neuverschuldung mit 6,3% noch etwas besser als die gesamte EU mit 6,8%. Aber nur zum besseren Verständnis: auf Ebene der Nationalstaaten gilt eigentlich 3% als Maximalgrenze für die Neuverschuldung. Davon haben wir uns schon sehr weit entfernt.

Irland nun doch unter den Rettungsschirm?

Und nun gibt es auch immer mehr Meldungen aus Irland, dass eine Inanspruchnahme des Euro-Rettungsschirms gut möglich ist. Die Anleihenmärkte sind auf jeden Fall wieder extrem in Bewegung.

Die Rendite für 10-jährige irische Anleihen steht schon bei mehr als 9%. Deutsche Anleihen stehen nur bei gut 3%. Damit ist der Risikoaufschlag für die irischen Papiere bei weit mehr 550 Basispunkten 100%. Das ist ein deutliches Alarmzeichen und ich werde die weitere Entwicklung in Irland weiter beobachten.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.