Hochverzinsliche Anleihen: Attraktiv, aber brandgefährlich

Hochverzinsliche Anleihen sind gerade in aller Munde und sie klingen verlockend. Trotzdem sollten Sie diese Anleihen meiden. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Niedrig-Zins-Alarm allerorten. Kein Wunder, dass selbst so genannte „High-Yield-Anleihen“ (Hochrisiko-Anleihen) inzwischen kaum noch verzinst sind: im Vergleich zum Risiko, das Sie bei einer Investition hätten. Vor den meisten Hochverzinslichen Anleihen können wir nur warnen.

Hochverzinslichen Anleihen: Etwa 6% maximal drin

In einer Aufstellung eines Sonntags-Magazins hieß es kürzlich: „… dürfen nicht immer mit einer Rückzahlung rechnen“.

3 Zeilen später dann die Empfehlungen. Darunter allerdings waren Anleihen von Unternehmen, deren Anleihen wir auch schon empfohlen haben – zu viel besseren Konditionen. Eine Anleihe können wir Ihnen noch empfehlen.

Alle anderen Anleihen, wie etwa „Fresenius Finance“ oder „Solarworld“ aus verschiedenen Gründen nicht. Zudem sind die Zinsen mit maximal 6% sehr dünn.

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Hochverzinsliche Anleihen: Laufzeit auch zu lange

Zinsen sind bei der Beurteilung dieser Anleihen nicht alles: auch die Laufzeit ist entscheidend.

Je länger die Anleihe noch läuft, umso höher ist Ihr Risiko, künftig steigende Zinsen bei anderen Papieren zu verpassen. Deshalb ist die „Solarworld“-Anleihe trotz 6% Zinsen mit einer Laufzeit bis 2017 keine Investition wert.

Eine Altempfehlung von uns war die schwäbische Dürr. Die zahlte gut – und bietet jetzt mit einer anderen Anleihe und einer Laufzeit bis 2015 noch knapp 6%. Diese Anleihe ist brauchbar.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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