Höher, schneller, weiter

Streben auch Sie nach Rekorden? Dann haben wir vielleicht die passende Aktie für Sie. Die Kombination aus starker Marke und gutem Wachstum ist einmalig. (Foto: chrisdorney)

Marken und Logos gehören beim Sport oftmals dazu. Auch wenn es mir manchmal im Fitnessstudio fast ein wenig zu viel wird und ich mich wie auf einem Laufsteg wähne, legen doch vor allem junge Sportler Wert auf schicke Sportklamotten. Je nach Marke ist man damit mehr oder weniger angesagt. Wem wie mir die Bewegung wichtiger ist als das Schaulaufen, der ist mit Kleidung von adidas gut bedient. Top-Qualität und auch ein schickes Design zeichnen die Produkte aus Herzogenaurach aus.

Doch ist auch die Aktie der Bringer? Wir haben für Sie analysiert. Aber der Reihe nach. adidas ist ein international tätiger Sportartikelhersteller und bietet mit seinen beiden Kernmarken adidas und Reebok weltweit über eigene Ladengeschäfte und den Einzelhandel Bekleidung, Schuhe, Sportausrüstung, Accessoires sowie Lizenzprodukte wie Uhren, Kosmetik und Brillen an. Der Konzern ist als bedeutender Ausstatter von berühmten Sportlern, Sportmannschaften und internationalen Sportveranstaltungen bekannt.

Ist adidas eine WM-Aktie?

adidas ist mit einem Umsatzanstieg von 1,9% ins Jahr gestartet, währungsbereinigt waren es 10%. Das Wachstum lag an der Marke adidas mit einem zweistelligen Anstieg in den Kategorien Fußball und Running. Der Umsatz der Marke Reebok verringerte sich aufgrund von Rückgängen in den Kategorien Training und Running um 3%. E-Commerce war mit einem Anstieg um 27% erneut der am stärksten wachsende Vertriebskanal.

Der Umsatz der Marken adidas und Reebok wuchs in fast allen Marktsegmenten. Besonders starkes Wachstum verzeichneten Nordamerika (+21%) und Asien-Pazifik (+15%), wobei Letzteres auf eine Steigerung um 26% in China zurückzuführen war. In Lateinamerika nahm der Umsatz um 10% zu, während Westeuropa ein Wachstum von 5% verzeichnete.

Adidas-Aktie: Sportartikel-Riese lässt die Korken knallenDer Aktienkurs des Herzogenauracher Sportartikel-Riesen Adidas befindet sich gerade auf dem höchsten Niveau der gesamten Firmengeschichte. › mehr lesen

Der Umsatz in den Schwellenländern und in Russland ging aufgrund des herausfordernden Marktumfelds um 5 bzw. 16% zurück. adidas erwartete von der Fußball-Weltmeisterschaft einen Schub beim Verkauf von Trikots. Die 8 Mio Trikots, die anlässlich der WM vor 4 Jahren in Brasilien verkauft wurden, dürften nicht übertroffen worden sein. Grund ist das frühe Ausscheiden der deutschen Elf.

Wo es bei adidas am besten passt

adidas rüstete bei der WM 12 Teams aus und hatte damit mehr Mannschaften im Rennen als die Konkurrenten Nike und Puma. Insgesamt dürfte aber der direkte finanzielle Einfluss der WM in diesem Jahr nicht so groß sein wie damals in Brasilien. 2018 erwartet adidas einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 10%.

Die Bruttomarge soll um bis zu 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 50,7% steigen. Die Aktie überzeugt uns. Vor allem online stimmt es bei adidas. Bei Schwäche ist der Wert eine gute Alternative.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.