Hoffnungsträger im Rohstoff-Sektor

Rohstoff-Investments sind bei vielen Anlegern unten durch. Doch eine solche Sicht auf Branchen ist unprofessionell. Auch wenn einzelne Investments sinnlos erscheinen, sollten wir uns doch mit diesen Unternehmen auseinander setzen. Gerade bei gefallenen Engeln gibt es hin und wieder interessante Einstiegschancen.

Wichtig ist dabei natürlich, dass man nicht nur auf die Bewertungen blickt. Viele Rohstoff-Unternehmen sind inzwischen günstig, allerdings zu Recht. Einige Titel haben allerdings zu Unrecht verloren. Einer dieser Titel ist Norilsk Nickel. Norilsk Nickel ist der größte Bunt- und Edelmetallkonzern Russlands und weltweit der größte Palladium- und Nickelproduzent.

Neben den Haupterzeugnissen Nickel und Palladium ist der Konzern führend in der Platin- und Kupferproduktion. Ferner befinden sich im Produktportfolio eine Reihe von Nebenprodukten, unter anderem Kobalt, Rhodium, Silber, Gold, Tellur, Selen, Iridium und Ruthenium.

Effizienzsteigerungen lassen Börse jubeln

Trotz der widrigen Umstände auf den Rohstoffmärkten gelang es Norilsk Nickel überzeugende Ergebnisse und Effizienzsteigerungen zu erzielen. Der Nickelausstoß lag mit 228.438 Tonnen zwar leicht unter dem Vorjahresniveau. Und auch der Kupferausstoß sank leicht auf 368.016 Tonnen.

Dazu stieg im Gegensatz die Palladiumproduktion um 3% auf 2,75 Mio Unzen. Unterm Strich verdiente der Konzern mit 2 Mrd $ rund 162% mehr. Die Veräußerung von internationalen und nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten, die Freisetzung von Betriebsmitteln und die Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten brachte zusätzliche Barmittel in Höhe von 3,2 Mrd $ ein.

Im Rohstoff-Sektor zählt nur Qualität

Der Konzern setzt alles daran, seinen Aktionären eine auskömmliche Dividende zu erwirtschaften. Norilsk Nickel hat das Ziel bereits erfüllt und für den Zeitraum 2013 bis 2014 Dividenden von über 4 Mrd $ ausgeschüttet und somit eine herausragende Kapitalrendite für seine Aktionäre erzielt.

Unverändert ist geplant, zumindest 50% des operativen Ergebnisses (EBITDA) in Form von Dividenden auszuzahlen. Eine weitere Priorität des Konzerns besteht in der „pünktlichen/budgetkonformen“ Erschließung des wichtigen neuen Greenfield-Projekts Bystinsky.

Zur langfristigen Strategie gehört die Zielsetzung, das Potenzial der Polymetall-Lagerstätte voll auszuschöpfen. Diese Lagerstätte im Bergwerk von Talnach enthält Metalle im Wert von geschätzten 0,9 Bio $. Die Strategie aus dem Jahre 2013 hat sich als wirksam erwiesen.

Seit Anfang des Jahres ergibt sich bei Norilsk Nickel eine Aktienrendite von 45%. Hinzu kommt eine zweistellige Dividenden-Rendite. Norilsk Nickel ist im Rohstoff-Sektor einer der wenigen Lichtblicke. Wer auf ein Comeback des Sektors setzen will, sollte unbedingt Qualität kaufen.

7. Juli 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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