Hoher Verkaufsdruck im DAX | US-Indizes zeigen Stärke

Der DAX wurde heute innerhalb von wenigen Minuten wieder nach unten gedrückt. Dafür hält bei den US-Indizes aber die 200-Tagelinie und gibt uns Hoffnung. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Der DAX startete heute mit einer Eröffnungslücke, stieg bis zum Mittag und wurde dann in deutlichen Schüben wieder nach unten geprügelt. Wir werfen dafür einen Blick auf den 5-Minuten-Chart. Der zeigt diese Bewegung deutlich.

Dafür scheint der große internationale Abverkauf vorerst abgewendet. Die großen US-Indizes werden alle von der 200-Tagelinie gerettet.

DAX: Was nicht steigen darf…

Der DAX wird offenbar weiter in der Seitwärtsphase gehalten. Zu hoch darf es vorerst nicht nach oben gehen. Immerhin wurden heute Mittag die 12.350 Punkte überschritten. Da könnte sich ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend andeuten. Aber auch nur, wenn die Kurse auf Tagesschlusskursbasis darüber notieren. Das wurde heute eindrucksvoll verhindert.

Im folgenden 5-Minuten-Chart sehen Sie genau, wann die Attacken auf den DAX liefen. Hier wurde innerhalb von wenigen Minuten ordentlich verkauft.

Um 14 Uhr und dann noch einmal um 15:30 Uhr ging es steil nach unten. Von über 12.300 auf fast 12.200 mit nur wenigen roten Kerzen. Jetzt steht der DAX wieder dort, wo er am Freitag aufgehört hat.

S&P 500: Die 200-Tagelinie hält

Der „wichtigste“ Index der Welt – wie manche Analysten den S&P 500 beschreiben – hält sich weiterhin über der wichtigen Durchschnittslinie. Die SMA200 verläuft demnächst bei 2.600 Punkten. Der Index selbst notiert immer noch darüber. Solange sich dieses Szenario nicht ändert, ist alles in einigermaßen im grünen Bereich. Steigende Kurse wären natürlich schön, aber wir gehen schließlich in Richtung Sommer.

Wohin soll da schon die Reise gehen? Richtung 2.800 Punkte? Wohl kaum. Eher wird es jetzt auch hier eine Seitwärtsphase geben und ab September oder Oktober wieder steigende Kurse. Relativ unbeschadet den Sommer zu überstehen, ist ja auch so etwas wie ein Erfolg.

Ähnliches Spiel beim NASDAQ 100

Auch hier zeigt die 200-Tagelinie Wirkung. Die Kurse haben sich nicht einmal ganz herangetraut. Zwar geht es jetzt im Technologie-Index ebenfalls seitwärts – aber alles ist besser, als wenn die Kurse jetzt südlich der SMA200 notieren würden.

Somit ist das ganz große Debakel an den Weltmärkten scheinbar vorerst verhindert worden. Ja, es gab einen großen Abverkauf. Ja, Anfang März sah die Lage noch rosiger aus. Doch die 200-Tagelinie hält die Kurse in Schach und macht Hoffnung, dass wir die nächsten Tage und Wochen einigermaßen stabil laufen werden.

Für Sie als Anleger gilt es diese Durchschnittslinien im Auge zu behalten. Das machen nämlich die großen Fondsmanager auch. Wenn die Kurse nachhaltig darunter notieren, ist meist schon Hopfen und Malz verloren. Denn dann geht es weiter bergab.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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