Homag mit extrem starken Zahlen und positivem Ausblick

Über den mittelständischen Maschinenbauer Homag habe ich an dieser Stelle zuletzt Anfang Januar dieses Jahres berichtet. Seither hat sich der Kurs seiner Aktie durchaus erfreulich entwickelt.

Zudem hat das Unternehmen kürzlich bärenstarke Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 vorgestellt. Bevor ich auf diese eingehe, möchte ich noch ein paar Sätze zum Geschäftsmodell von Homag schreiben:

Homag: Ein Schwäbischer Vorzeige-Betrieb

Die Firma, welche mehrheitlich zum Dürr-Konzern gehört, baut – vereinfacht gesagt – Maschinen, in die der Kunde vorne ein Stück Holz einführt, und hinten kommt dann ein fertiges Möbelstück heraus.

Ein Großkunde ist z. B. der bekannte Möbelbauer IKEA.

Homag ist im beschaulichen Schwarzwald ansässig und mit einem Weltmarkt-Anteil von rund 30% der weltweit führende Hersteller von Holzbearbeitungs-Maschinen.

Konkret bedeutet das, dass fast jedes 3. Möbelstück weltweit auf einer Maschine von Homag produziert wurde.

Der Konzern hat in der schnelllebigen Möbel-Industrie eine riesige Aufgabe bei der individualisierten Produktion bewältigt: einen Produktions-Prozess in Losgröße 1.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Der Auftrags-Eingang erhöhte sich um 10% auf 1,165 Mrd. € und der Umsatz verzeichnete ein Plus von 4% auf 1,082 Mrd. €.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg deutlich überproportional zum Umsatz um 13% auf 71 Mio. €.

„Sehr erfolgreich waren wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere in China, Zentraleuropa und Nordamerika“, erklärt Homag-Chef Pekka Paasivaara.

„Unsere gute Geschäfts-Entwicklung mit einem 2-stelligen Wachstum beim Auftrags-Eingang ist umso bemerkenswerter, als wir uns 2016 in einem umfangreichen Veränderungs-Prozess befunden haben.

Als führender Anbieter von Lösungen für die holzbearbeitende Industrie haben wir uns für das weitere geplante Wachstum aufgestellt und wollen unseren Marktanteil weiter erhöhen.

Bei diesem Veränderungs-Prozess sind wir sehr gut vorangekommen, wie auch die erhöhte Profitabilität zeigt“, betont Paasivaara.

Auch in das laufende Geschäftsjahr ist Homag mit einem dynamischen und zweistelligen Wachstum gestartet.

Und dieser Wachstumskurs soll im weiteren Jahresverlauf fortgesetzt werden – beste Voraussetzungen also für weitere Kurssteigerungen.

Fazit: Solider Mittelständer mit Garantie-Dividende

Abschließend bleibt aus meiner Sicht festzuhalten, dass Homag ein solider Mittelständler ist, der in einer Nische Weltmarktführer ist und zudem zu den Innovations-Führern der Branche gehört.

Aufgrund dessen, dass sich die Aktie in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat und Homag bereits mehrheitlich zum Dürr-Konzern gehört, sind allerdings ohne eine vollständige Übernahme durch Dürr keine riesigen Kurssprünge mehr zu erwarten.

Dafür ist der Kurs der Aktie nach unten hin durch den mit dem Großaktionär Dürr geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag abgesichert.

Das macht die Homag-Aktie auch für sehr risikoscheue Anleger interessant. Zudem bietet Ihnen Homag eine Garantie-Dividende in Höhe von 1,01 € je Aktie.

26. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Tobias Schöneich. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt