Honeywell: Der Mischkonzern profitiert von der neuen US-Politik

Honeywell – RED wolterke ado

Unter Joe Biden werden zahlreiche Unternehmen profitieren. Dazu zählt auch der Mischkonzern Honeywell. (Foto: wolterke / Adobe Stock)

Endlich ist es soweit: Das lange Warten seit Anfang November hat ein Ende: Die Vereinigten Staaten bekommen mit Joe Biden einen neuen Präsidenten, der heute Einzug ins Weiße Haus hält. Das wird auch mittel- bis langfristig Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben.

Profiteure der neuen US-Politik

Konsumgüteraktien könnten beispielsweise die Gewinner der neuen Politik sein – eine wahrscheinliche Erhöhung des Mindestlohns dürfte sich positiv auf die Verbraucherausgaben der US-Bürger auswirken. Dabei kommt es aber darauf an, ob die Konzerne aufgrund des steigenden verfügbaren Einkommens, höhere Margen und eine steigende Nachfrage verzeichnen können.

Die 2 Billionen US-Dollar, die an höheren Steuereinnahmen erwartet werden, sollen in Maßnahmen gegen den Klimawandel, die Erneuerung der Energieversorgung und die Elektromobilität gesteckt werden. Dies spricht für Aktie aus dem Bereich „grüne“ Technologien. Gestärkt werden soll auch die marode Infrastruktur (Straßen- und Brückenbau, öffentliches Transportwesen). Einen weiteren möglichen Profiteur möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen.

Unternehmensportrait Honeywell

Ein Unternehmen, was von dieser Politik profitieren sollte, ist Honeywell. Der US-Konzern ist ein führender internationaler Technologie-Konzern, der in den Bereichen Luftfahrt, Automobilzubehör, Plastik und Elektronik tätig ist.

Im Segment der Gebäudetechnik bietet Honeywell Lösungen zum Thema Temperaturregulierung oder Sicherheitssysteme an. Ein direkter Konkurrent in diesem Segment ist übrigens Siemens. Im Bereich Sicherheit und Produktivität sind nicht nur Schutz- sondern auch Freizeitkleidung sowie Arbeitssicherheit durch softwarebasierte Lösungen (Alarmsysteme) bis hin zur Automatisierungstechnik beinhaltet.

Sie sehen also – ein großer Mischkonzern, der – zugegebenermaßen konjunktursensitiv ist – von der möglichen Aufbruchsstimmung profitieren wird.

Erfreuliche Kursentwicklung

Dass der Konzern erfolgreich ist, beweist auch ein Blick zurück: Honeywell hat zwar eine höhere Marktkapitalisierung als Siemens, hat aber in den letzten Jahrzehnten deutlich besser performt. Mit Blick auf die letzten 10 Jahre konnte sich der Aktienkurs der Amerikaner um mehr als 270% steigern – der Kurs von Siemens konnte sich im selben Zeitraum nicht einmal verdoppeln.

Als konservative Depotbeimischung geeignet

Sicherlich wird sich der Wert in Ihrem Depot nicht als schneller Überflieger entwickeln. Allerdings ist er als sichere Depotbeimischung durchaus geeignet. Was für das altehrwürdige Unternehmen spricht: Honeywell passt sich immer wieder den neuen Herausforderungen durch Übernahmen an. Allerdings bleibt sich das Unternehmen in den Grundsätzen treu.

Als Honeywell am 23. April 1885 von Albert Butz gegründet wurde, beschäftigte sich das Unternehmen zunächst mit der Herstellung von Ofenregelanlagen. Es war das erste Unternehmen, das Produkte zur automatischen Regelung der Gebäude-Innentemperatur zum Verkauf anbot – und damit Produkte, die auch heute wieder auf Grund der Klimadiskussionen und der künftigen US-Politik gefragt sind.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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