Hornbach-Baumarkt-Aktie: Heimwerker-Boom treibt Baumarkt-Aktie auf neues Jahreshoch

Hornbach-Holding-Gruppe: Der Baumarkt-Konzern ist nach Zahlen stark gesucht. Lesen Sie hier alles Weitere rund um Konzern und Aktie: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Dass man auch mit vermeintlich langweiligen Geschäfts-Konzepten ordentliche Renditen einfahren kann, zeigt Ihnen ein Blick auf die Hornbach-Baumarkt-Aktie:

Auf 12-Monats-Sicht haben die Papiere immerhin einen Zuwachs von fast 25% erzielt. Dazu haben auch die gerade vorgelegten Quartalszahlen ihren Teil beigetragen.

Hornbach-Baumarkt im Porträt

Die Hornbach Baumarkt AG eröffnete 1968 als eines der ersten Unternehmen in Europa einen kombinierten Bau- und Gartenmarkt.

Mittlerweile ist der Konzern deutschlandweiter Marktführer unter den Betreibern großflächiger Bau- und Gartenmärkte mit jeweils mehr als 11.000 m² Verkaufsfläche.

Mit rund 150 Standorten in 9 Ländern und einem Umsatz von mehr als  3,7 Mrd. € betreibt Hornbach die fünftgrößte Baumarkt-Kette in Europa.

Kontinuierliche Ausweitung des Auslands-Geschäfts

Seit 1996 (Markteintritt Österreich) wurde das Auslandsgeschäft kontinuierlich ausgeweitet, u. a.:

  • 1997: Markteintritt Niederlande,
  • 1998: Tschechien,
  • 2002: Schweiz,
  • 2003: Schweden,
  • 2007: Rumänien.

Mind. 50% der Baumarkt-Verkaufsfläche wird jeweils im eigenen Immobilien-Eigentum des Hornbach-Holding-Konzerns gehalten.

Rund 26% der Verkaufsfläche sind im Eigentum der Hornbach-Baumarkt AG.

Übrigens ist die Hornbach-Baumarkt-AG das wesentliche operative Geschäft der separat notierten Hornbach-Holding-Gruppe.

Die Hornbach Holding hält einen Anteil von 76.4% an der Hornbach-Baumarkt AG.

Starke Marktposition

Mit seinem Megastore-Konzept (über 85% der Standorte haben eine Verkaufsfläche von mehr als 10.000 qm) kann Hornbach das umfangreichste Sortiment im deutschen Baumarkt-Sektor anbieten.

Mit der klaren Fokussierung auf organisches Wachstum konnte Hornbach seinen Marktanteil an den deutschen Baumarkt-Umsätzen in den letzten 15 Jahren kontinuierlich von 4,9% auf 11,0% steigern.

Im Vergleich zur Konkurrenz erzielt der Konzern eine deutlich überdurchschnittliche Produktivität, erreicht also einen wesentlich höheren Umsatz / qm Ladenfläche.

Anhaltender Heimwerker-Boom sorgt für Rückenwind

Die Hornbach Baumarkt AG sowie die übergeordnete Hornbach Holding verzeichneten im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutliche Zuwächse:

Bei Hornbach Baumarkt kletterten die Erlöse im Berichts-Zeitraum auf 1,13 Mrd. € (+6,7% zum Vorjahres-Quartal).

Beim Vorsteuer-Gewinn ging es sogar deutlich überproportional um rund 26% auf 77 Mio. € nach oben.

Auf Gruppen-Ebene hat sich der Umsatz um 7,1 % auf 1,19 Mrd. € und Vorsteuer-Gewinn um rund 21 % auf 92 Mio. € verbessert.

Damit hat sich die Gewinnmarge (EBIT) von 6,8 auf immerhin 7,6% erhöht.

Dabei machten die Baumärkte erfreulicherweise mehr Umsatz auf vergleichbarer Fläche.

Die anhaltende Niedrigzins-Phase sorgt weiterhin dafür, dass die Geschäfte dank zahlreicher Neubau- und Sanierungs-Projekte mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet sind.

Jahres-Prognose wird vorerst nicht erhöht

Trotz des erfreulichen Jahresstarts hält die Konzern-Führung im Moment an der Umsatz- und Gewinn-Prognose für den weiteren Jahresverlauf fest.

Belastend dürften sich höhere Filial- und Verwaltungs-Kosten auswirken. Entsprechend plant der Baumarkt-Riese mit einem Umsatzplus im mittleren 1-stelligen Prozentbereich.

Beim Vorsteuer-Ergebnis peilt Hornbach eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahres-Niveau an.

Analysten zeigen sich positiv gestimmt

Unterdessen zeigen sich die Analysten von den Ergebnissen und Perspektiven überzeugt; sie erwarten im Schnitt eine Steigerung des Gewinns je Aktie von 1,99 € (2017) auf 2,22 € (2018) je Aktie.

Damit ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13. Das durchschnittliche Preisziel liegt im Moment bei 38 €, womit die Analysten dem Titel ein Kurs-Potenzial von 22% zubilligen.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.