Hornbach hat mit Corona kein Problem

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Hornbach steigert in der Corona-Krise den Umsatz trotz Marktschließungen. Ein Grund sind mehrere Beteiligungsgesellschaften im Bereich Handel und Immobilien. (Foto: defotoberg/Shutterstock)

Was kann man im Lockdown schon groß machen? Außer spazieren gehen werkeln viele verstärkt in ihren eigenen vier Wänden was das Zeug hält. Und jetzt steht noch das Frühjahr an, was zu einem Run in die Gartenmärkte führen dürfte.

Ein grundsolides Geschäftsmodell

Die Hornbach Holding verfügt über mehrere Beteiligungsgesellschaften im Bereich Handel und Immobilien. Die mit Abstand größte und wichtigste Beteiligungsgesellschaft ist die Hornbach-Baumarkt AG als Betreiber großflächiger Baumärkte mit integriertem Gartencenter im In- und Ausland. In Europa werden 140 Bau- und Gartenmärkte sowie von der Lafiora Hornbach Florapark GmbH drei alleinstehende Gartencenter betrieben. Abgerundet werden die Handelsaktivitäten durch die Tochter Baustoff Union mit dem Fokus auf dem Baustoffhandel mit vorwiegend gewerblichen Kunden.

Umsatz steigt trotz Marktschließungen

Die Baumärkte sind zwar geschlossen und keiner weiß, wann sie wieder öffnen dürfen, doch Corona scheint die Kunden nicht abzuschrecken. Sie ordern online oder bestellen per Click & Collect. Auch das Geschäft mit professionellen Handwerkern läuft derzeit ohne größere Einbußen. Im Gegenteil, Hornbach profitiert von dem durch die Corona-Pandemie verstärkten Trend zum Rückzug ins eigene Zuhause.

Die Verbraucher gaben auch in der zweiten Corona-Infektionswelle deutlich mehr Geld für ein schöneres Zuhause oder Renovierungsprojekte aus. Der seit Ausbruch der Pandemie ungebrochene Trend spiegelt sich in den aktuellen Geschäftszahlen deutlich wider. So stieg im 3. Quartal der Umsatz um 20,3% auf 1,73 Mrd. €. Selbst die Marktschließungen für den Publikumsverkehr in Österreich und Tschechien im Oktober und November 2020 haben in den Quartalszahlen kaum Bremsspuren hinterlassen.

Umsatzrückgänge in den beeinträchtigten Regionen wurden dank des unvermindert kräftigen Wachstums in den übrigen Regionen sowie durch Vorzieh- und Nachholeffekte mehr als ausgeglichen. In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres legte der Umsatz um 20,2% auf 4,5 Mrd. € zu.

Deutlicher Gewinnsprung

Das dynamische Umsatzwachstum führte in Verbindung mit verbesserten Kostenrelationen zu einem deutlichen Gewinnsprung von 71%. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 67,2% auf 401,5 Mio. €. Es wurden zwar keine neuen Bau- und Gartenmärkte eröffnet, dafür aber die Logistikkapazitäten ausgebaut, Zum einen durch die Erweiterung des Logistikzentrums in Enzersdorf, von dem aus die Bau- und Gartenmärkte in Österreich und Osteuropa beliefert werden.

Zum anderen wurden aufgrund des stark gestiegenen Volumens im Onlinehandel neue Marktversandzentren eröffnet. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung hat der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 präzisiert. Je nach Ausprägung möglicher Corona-Effekte rechnet der Vorstand jetzt mit einem Umsatzanstieg zwischen 13 und 17%. Die Korrektur der vergangenen Monate bietet eine günstige Einstiegsgelegenheit.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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