Hornbach: Mit neuem Chef zu alter Stärke?

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Der Baumarkt-Betreiber Hornbach bekommt zu Beginn des neuen Jahres einen neuen Chef. Was bedeutet das für das operative Geschäft und für die Hornbach-Aktie? (Foto: tonigenes / shutterstock.com)

Bei der Baumarkt-Kette Hornbach steht zum 1. Januar 2020 ein Chef-Wechsel an. Dass der bisherige Unternehmens-Chef Steffen Hornbach, der der Gründerfamilie entstammt, seinen Chef-Posten zur Verfügung stellt, wurde bereits vor knapp 2 Wochen mitgeteilt.

Nun steht auch fest, wer ihn beerben wird. Es ist Erich Harsch, der aktuell Mitglied des Aufsichtsrats der Hornbach Baumarkt AG ist.

Der Aufsichtsrat hat auf Vorschlag des Personalausschusses am gestrigen Mittwoch beschlossen, Erich Harsch mit Wirkung ab 1. Januar 2020 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden der Hornbach Baumarkt AG zu bestellen.

Steffen Hornbach, der seit November 2001 Chef der Baumarktkette ist, legt sein Vorstandsmandat aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende nieder. Erich Harsch ist seit 2008 Vorsitzender der Geschäftsführung der dm-drogerie markt GmbH & Co. KG. Zudem ist er als langjähriges Aufsichtsratsmitglied von Hornbach auch mit dem Geschäftsmodell und den Strukturen des Unternehmens bestens vertraut.

Was macht die Aktie?

Die große Frage ist: Wird es der neue Chef Erich Harsch schaffen, die Digitalisierungsstrategie von Hornbach erfolgreich weiter voranzutreiben und das Unternehmen wieder zu alter Stärke zu führen?

Die Aktionäre der Hornbach Baumarkt AG hätten sicher nichts dagegen. Denn die Aktie, die im Frühjahr 2015 auf dem besten Wege war, die 40-Euro-Marke zu erklimmen, notiert derzeit nur noch bei rund 16 Euro und damit auf dem tiefsten Stand seit 2009.

Ein Stück weit ist die schlechte Kursentwicklung sicher auch dem schwächelnden Gesamtmarkt geschuldet. Doch die operative Geschäftsentwicklung ist seit einiger Zeit auch nicht mehr berauschend. Allerdings: Die jüngsten Zahlen offenbarten den einen oder anderen Lichtblick. Hier eine Übersicht.

Positiver Start ins laufende Geschäftsjahr

Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 (bis Ende Februar) stiegen die flächen- und währungsbereinigten Umsätze um 7,8%. Die Nettoumsätze der inländischen Hornbach-Baumärkte erhöhten sich im 1. Quartal um 6,8% auf 654,1 Mio. Euro.

Flächenbereinigt legten die Umsätze in Deutschland um 6,9% (Vorjahr: -0,2 %) zu. In der Region übriges Europa, in der die Geschäftsaktivitäten der 8 Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden, stiegen die Umsätze um 10,4% auf 606,6 Mio. Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich von 47,3 auf 48,1%. Flächen- und währungsbereinigt legten die Umsätze im übrigen Europa um 8,7% zu.

Besonders erfreulich ist für uns das Wachstum der flächenbereinigten Umsätze in Deutschland. Mit einem Plus von fast 7% im Zeitraum März bis Mai 2019 hat Hornbach um rund 3 Prozentpunkte besser abgeschnitten als die DIY-Branche, sagte Finanz-Chef Roland Pelka. Zur Erläuterung: DIY steht für Do It Yourself.

Aber auch außerhalb Deutschlands sei es gelungen, so Pelka, die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze auf hohem Niveau nochmals deutlich zu steigern. Kann Hornbach den Wachstumskurs halten, ist die Aktie einen Blick wert.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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