Hornbach mit schwachen Ergebnissen 2018/2019

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Der Baumarkt-Spezialist Hornbach legt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 schwache Zahlen vor. Wie geht es weiter? (Foto: defotoberg/Shutterstock)

Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich Ihnen hier im Schlussgong davon berichtet, dass der deutsche Baumarkt-Konzern Hornbach die Anleger mit einer Gewinnwarnung geschockt hat. Sowohl die Aktie der Hornbach Holding als auch die der Hornbach Baumarkt AG gerieten daraufhin deutlich unter Druck.

Abschließend schrieb ich Ihnen: Aus meiner Sicht sind aktuell sowohl die Aktie der Hornbach Baumarkt AG als auch die Aktie der Hornbach Holding nicht spannend. Zwar ist die Bewertung günstig, doch das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Das Management muss erst wieder neues Vertrauen aufbauen und Lösungen für bessere Gewinnmargen präsentieren.

Ich sollte Recht behalten. Vor wenigen Tagen hat Hornbach die Aktionäre mit einer neuen Negativmeldung geschockt. Die für das im Februar zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2018/2019 vorgelegten Zahlen fielen noch schlechter aus als im Dezember erwartet.

Umsatz in allen Bereichen rauf

Die Hornbach-Gruppe hat um Geschäftsjahr 2018/2019 (bis Ende Februar) zwar beim Umsatz spürbar zugelegt, auf Ergebnisebene sieht es jedoch ziemlich düster aus. Der Umsatz stieg um 5,3% auf 4,4 Mrd. Euro. Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt erhöhte den Umsatz um ebenfalls 5,3% auf 4,1 Mrd. Euro.

Die Hornbach Baumarkt AG betrieb zum Ende des Geschäftsjahres 2018/2019 europaweit 158 Bau- und Gartenmärkte (Vorjahr: 156) sowie Onlineshops in 9 Ländern. Flächen- und währungskursbereinigt legten die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte um 4,2 % bzw. 3,8 % mit Währungskurseffekten zu.

Wie schon im Vorjahr kamen die kräftigsten Wachstumsimpulse aus dem internationalen Geschäft. Der vergleichsweise kleine Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH verzeichnete ein Umsatzplus von 6,7% auf 265 Mio. Euro. Die Umsätze im Bereich der Bau- und Gartenmärkte legten das 4. Jahr in Folge zu. Soweit die guten Nachrichten.

Ergebnis deutlich runter

Ganz anders sieht es auf der Ergebnisseite aus. Hier hat das Unternehmen nach einer zuvor schon nach unten korrigierten Prognose noch weiter zurückrudern müssen.

Im Rahmen des laufenden Konzernjahresabschlusses hat der Vorstand die Ertragsprognose der Hornbach-Gruppe für das vergangene Geschäftsjahr 2018/2019 konkretisiert, teilt das Unternehmen mit. Konkret bedeutet das: Der um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) der Hornbach-Gruppe soll sich auf rund 135 Mio. Euro belaufen (nach 165,6 Mio. Euro im Vorjahr).

Grund für den Gewinnrückgang sind nach Angaben des Unternehmens im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Steigerungen der Personal- und Sachkosten. Laut Albrecht Hornbach sei es nun das vorrangige Ziel, die Ertragskraft wieder nachhaltig zu stärken.

Ich sehe hier kurzfristig schwarz. Denn: Es herrscht ein harter Preiskampf unter den Bau- und Gartenmärkten, der die Gewinnmargen belastet. Darüber hinaus muss Hornbach weiterhin in die Digitalisierung investieren, um dort nicht den Anschluss zu verlieren.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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